Haldensleben l Der Hundisburger Henning Konrad Otto geht für die CDU ins Rennen um das Amt des Haldensleber Bürgermeisters. Das hat der CDU-Stadtverband am Dienstagabend mehrheitlich beschlossen. Der parteilose 50-Jährige setzte sich mit 20Stimmen gegen seine Gegenkandidaten Katja Schmidt und Reinhard Schreiber (je 5Stimmen/beide CDU) durch.

Vor der Abstimmung stand jedoch die Frage, ob auch ein Nicht-Mitglied der Partei unter der Flagge der CDU kandidieren dürfe. In geheimer Abstimmung entschieden sich 21 Mitglieder dafür und 8 dagegen. Schließlich wolle man sich für den besten Kandidaten entscheiden - unabhängig von der Parteizugehörigkeit, hieß es dazu aus den Reihen des Stadtverbandes.

Wohl der Stadt steht für Otto im Vordergrund

Alle potenziellen Kandidaten bekamen die Möglichkeit, sich selbst sowie die Ziele, die sie für den Fall ihrer Kandidatur verfolgen wollten, vorzustellen. Diese Chance nutzten sowohl der parteilose Henning Konrad Otto als auch die CDU-Mitglieder Katja Schmidt und Reinhard Schreiber. Bei der anschließenden Abstimmung konnte der Dezernent der Stadtverwaltung Haldensleben schließlich 20 der 30 Stimmen auf sich vereinen. Otto ist zudem Stellvertreter von Bürgemeister Norbert Eichler, dessen Amtsperiode im Juli 2015 endet.

Der in Hildesheim geborene Otto lebt seit 2004 in Hundisburg und arbeitet in Haldensleben. Er sei, trotz seiner Parteilosigkeit, "wertkonservativ" einzustufen, versicherte Bürgermeister Eichler. Die Frage, ob er bei erfolgreicher Wahl, der CDU beitreten würde, ließ Otto offen. Er wolle einen Beitritt nicht ausschließen, sieht dies jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit der Bürgermeisterwahl.

"Ich möchte die lebenswerten Umstände in Haldensleben erhalten", versicherte Henning Konrad Otto. Des Weiteren betonte er, die "gute Arbeit von Bürgermeister Eichler" fortsetzen und Haldensleben noch attraktiver für junge Menschen machen zu wollen. Als Dezernent und stellvertretender Bürgermeister sei es nicht immer einfach, so Otto, es allen recht zu machen. Doch für ihn stehe in erster Linie das Wohl und die Zukunft Haldenslebens im Vordergrund.

"Wir müssen Geld immer erst erwirtschaften, bevor wir es ausgeben", sagte Otto bereits bei seiner Vorstellung. Ebenso sei es ihm wichtig, die Mitarbeit der Bürger von Haldensleben in der Stadt weiter zu stärken.