Haldensleben/Wanzleben l Klaus Czernitzki wird im kommenden Jahr für das Amt des Haldensleber Bürgermeisters kandidieren. Auf dem Kreisparteitag der Börde-Linken am Sonnabend in Wanzleben wurde der 51-jährige mit 100 Prozent der Stimmen nominiert.

In seiner Bewerbung geht Czernitzki davon aus, das alle antretenden Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in ihren Wahlprogrammen ähnliche Aussagen machen werden. Daher komme es darauf an, das speziell "Linke" herauszuarbeiten, erklärt er. Als Beispiele nennt er, die Sport- und Freizeitangebote der Stadt nicht nur erhalten und ausbauen zu wollen, sondern sie auch so zu gestalten, dass jeder daran teilhaben könne, unabhängig vom Geldbeutel, Alter und Geschlecht. Der Haldensleber spricht sich dafür aus, dass bei der Suche nach neuen wirtschaftlichen Ansiedlungen darauf geachtet werden müsse, dass die sich niederlassenden Unternehmen ihren Arbeitnehmern auch Löhne zahlen, von denen sie leben können, ohne beim Amt aufzustocken. Erhalten möchte Klaus Czernitzki die Vielfalt der Grundschul- und Kitalandschaft in Haldensleben, ohne dass weitere Einrichtungen privatisiert werden. Gleiches soll für die kommunalen Unternehmen und Gesellschaften gelten.

Czernitzki ist seit 1999 Mitglied im Stadtrat Haldensleben, wo er zeitweise den Umweltausschuss leitete und derzeit Vorsitzender des Schul-, Sozial-, Kultur- und Sportausschusses ist. Seit 2003 ist er Kreisvorsitzender der Linken - erst im Ohrekreis und nach der Fusion im Landkreis Börde. Er gilt in den eigenen Reihen als Organisationstalent mit Durchsetzungsvermögen.

Mit Czernitzki wirft der dritte Kandidat für das Haldensleber Bürgermeisteramt seinen Hut in den Ring. Bislang haben der Einzelbewerber Fabian Dammerau und der parteilose Henning Konrad Otto, der von der CDU unterstützt wird, ihren Wunsch bekundet, ab dem 7. Juli die Geschicke der Stadt als Dienstherr der Verwaltung lenken zu wollen. Die wahlberechtigten Haldensleben werden am 19. April ihr neues Stadtoberhaupt wählen. Amtsinhaber Norbert Eichler (CDU) kann aus Altersgründen nicht mehr für eine neue Amtszeit kandidieren.