Der Kleintierzuchtverein Ivenrode und der Rassegeflügelzuchtverein Neuer Weg aus Althaldensleben gehen seit zehn Jahren den Weg einer Gemeinschaftsschau. 71 Aussteller zeigten ihre Zuchterfolge bei Rassekaninchen und Geflügel.

Ivenrode l Die stolze Anzahl von 631 Tieren, 395 Geflügel und 236 Kaninchen, hatten die Kleintierzüchter aus Ivenrode in diesem Jahr auf den beiden Etagen ihres Vereinsheimes untergebracht. Gemeinsam mit dem Rassegeflügelzuchtverein Neuer Weg Althaldensleben konnte ein kleines Jubiläum gefeiert werden, denn zum 10. Mal stellten beide gemeinsam die Jahresschau auf die Beine.

"Vorher hatten wir nur alle fünf Jahre ein Sommerschau in Ivenrode, weil wir keine andere Möglichkeit hatten", sagt Hartmut Täger, der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins (KZV). Doch mit dem Vereinsheim auf dem Gelände der Agrargenossenschaft eröffneten sich ganz neue Chancen.

Mit den Althaldensleber Geflügelzüchtern begann dann eine neue Ära der Vereinsarbeit, die sich mittlerweile mit vielen anderen Zuchtfreunden befreundeter Vereine erweitert hat und so ein breites Bild an Rassen und Farbschlägen präsentiert werden konnte.

"Mit den Ergebnissen der Bewertung kann man zufrieden sein", meint Hartmut Täger zur Eröffnung. Immerhin 17 Mal hatten die drei Preisrichter bei den Kaninchen das höchste Prädikat Vorzüglich vergeben. Ulrich Jordan, Rüdiger und Christine Simon, Heinz-Walter Räcke, Joachim Miehe, Andreas Fischer, Tobias Lunow, Gunthard Täger und Tobias Huhn hatten ein oder zwei V-Tiere, Hartmut Täger gleich vier.

Beim Geflügel waren es in diesem Jahr fünf Tiere, die mit 97 Punkten bewertet worden sind.

Der Vereinsvorsitzende dankt allen Zuchtfreunden aus den Vereinen Alleringersleben, Althaldensleben, Bahrdorf, Bülstringen, Erxleben, Ivenrode, Groß Ammensleben, Groß Santersleben, Nordgermersleben und Weferlingen, die zum Gelingen der Schau beigetragen hatten. Ohne die Bereitschaft, mit den Tieren unterwegs zu sein und die Zuchterfolge einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wäre eine solche Schau dieser Größenordnung nicht mehr möglich. Auffällig in diesem Jahr das breite Bild beim großen Wassergeflügel. "Hier haben wir allein 63 Tiere in der Schau", berichtete Frank Theuerkauf, der Vorsitzende des RGV Neuer Weg. Unter ihnen gleich drei verschiedene Gänserassen. Mit seinen Gimsheimer Enten Blau hatte Frank Theuerkauf eine in Deutschland nur noch ganz selten vorkommende Rasse zur Schau gebracht. "Sie sind schwierig in der Zucht, um einige Küken zu bekommen, musste ich 200 Kilometer fahren", erzählt der Zuchtfreund.

Besonders der züchterische Nachwuchs liegt den Vereinen am Herzen. "Es wäre schön, wenn sich wieder mehr junge Menschen finden würden, die diesem schönen Hobby nachgehen würden. Es bedeutet Arbeit, aber auch Entspannung in der Natur", so Hartmut Täger. Er dankt allen Unterstützern und Helfern sowie vor allem den Frauen, die zum Gelingen beigetragen hatten.

In einem Grußwort wandte sich der Emdener Chronist und Verbandsgemeindebürgermeisterkandidat Mathias Weiß an Aussteller und Gäste und wünschte allen ein erfolgreiches Schauwochenende.

Im Rahmen eines schon traditionellen Züchterfrühstücks nach der Eröffnung konnten die Zuchtfreunde ihre Erfahrungen austauschen oder über Bewertungen fachsimpeln.