Die Termine für 2015 stehen fest: Grünkohlwanderung am 24. Januar, Hoffest am 6. September und Adventsnachmittag am 12. Dezember. Der Heimatverein Döhren blickt aber nicht nur voraus, sondern auch auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Döhren (aro) l Drei feste Termine gibt es alljährlich für den Heimatverein Döhren: die Grünkohlwanderung im Januar, das Hoffest am ersten Septembersonntag und den Adventsnachmittag im Dezember, erinnerte Gudrun Heinecke, die Vorsitzende des Vereins, in der Jahreshauptversammlung. Mit 80 Teilnehmern an der traditionellen Wanderung starteten die Döhrener ins neue Jahr. Dazu kommen auch immer ehemalige Döhrener und Gäste, die sogar von der Ostseeküste anreisen. Wer die Tour zu Fuß nicht mehr bewältigen kann, stellt sich zumindest zum Essen und Erzählen ein. Das sei auch ein Tag zum Erinnern und Austauschen, stellte Gu- drun Heinecke fest.

Das Hoffest zieht Gäste weit über die Grenzen der Einheitsgemeinde an. Auch dazu kommen gern einstige Döhrener. Die besondere Atmosphäre auf Schenkes Hof ist ein Magnet. Zu Gast war auch in diesem Jahr wieder die Trachtengruppe De Steinbekers aus Nordsteimke mit altem Handwerk und Volkstänzen. Und die beiden Kinder aus dem Dorf, die zur Schule gekommen sind, wurden mit einem Geschenk bedacht. Das gehört zum Fest genauso wie die Dekorationen, die auf die Erntezeit aufmerksam machen.

Allein könnte der Verein dieses Fest im 200-Seelen-Dorf nicht stemmen. "Das geht nur, weil uns die Feuerwehr unterstützt und auch andere Helfer aus dem Dorf kommen", betont Gudrun Heinecke. Der Verein zählt 21 Mitglieder. Im Gegenzug halfen Mitglieder des Heimatvereins, als die Feuerwehr am 3. Oktober ihren 110. Geburtstag feierte.

Der Adventsnachmittag im Dorfgemeinschaftshaus, zu dem der Heimatverein am Sonnabend, 13. Dezember, einlädt, wird auch von den Kameraden der Feuerwehr mitgestaltet. Der gemütliche Nachmittag beginnt um 14 Uhr bei Kaffee und Kuchen. Zur Unterhaltung wird das kleine Jugendblechblasensemble der Musikschule Helmstedt spielen.

Auch im vergangenen Jahr fand eine Bürgerversammlung statt, die der Heimatverein nach den Informationen des Bürgermeisters Frank Rosburg und Diskussion zu anstehenden Themen in geselliger Runde ausklingen ließ. An diesem Abend wurde mit Film und Fotoalben an die 1000-Jahr-Feier im Jahr 2004 erinnert. "Zur Bürgerversammlung waren wie im Jahr zuvor auch neue Einwohner gekommen", freut sich die Vereinsvorsitzende.

An diesem Abend richtete der Heimatverein im Namen der Einwohner von Döhren einen offenen Brief an die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, Silke Wolf. Darin ging es um die extrem erhöhten Gebühren für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses. In unentgeltlicher Arbeit hatten viele Einwohner maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das Haus ansprechend zeigen kann. In der Küche steht nichts, was mit Gemeindemitteln angeschafft wurde. Dennoch muss für alles eine sehr hohe Miete gezahlt werden. Wie lange sich der Heimatverein das noch leisten kann, bleibt abzuwarten. Die Bürgerversammlung fand Anfang März statt. "Wir haben auf unseren Brief keine Antwort bekommen", stellte Gudrun Heinecke fest. Damit werde deutlich, dass das ehrenamtliche Engagement in den Dörfern nicht geschätzt werde, waren sich die Vereinsmitglieder einig. Auch die Ortschaftsräte würden überhaupt nicht gehört werden, hieß es weiter, denn auch der Ortschaftsrat hatte sich mehrfach für eine moderate Erhöhung der Gebühren eingesetzt. So muss jetzt auch für den Adventsnachmittag eine hohe Miete gezahlt werden, ebenso für die Nutzung des Hauses zur Grünkohlwanderung, das sind 156 Euro.

In diesem Jahr hatte der Heimatverein eine nicht mehr lesbare Platte mit Namen von Gefallenen des Ersten Weltkrieges am Denkmal im Ort ersetzen lassen. Mehr als 600 Euro konnte der Verein dafür allerdings nicht aufbringen. Um das Umfeld des Denkmals kümmern sich Frauen aus dem Dorf unentgeltlich. Ehrenamtlich in Ordnung gehalten wird auch die Heimatstube auf dem einstigen Kornboden auf Schenkes Hof, für die mit der 1000-Jahr-Feier der Grundstein gelegt wurde.