Hundisburg l Das "Haus des Waldes" im Schloss Hundisburg hatte am 1. Advent zum traditionellen Tag der offenen Tür geladen. "Das Interesse war groß. Bereits eine halbe Stunde vor Eröffnung warteten die Leute vor dem Tor", freute sich Stefan Heinzel, der Leiter des Hauses. Rund 100 Besucher nutzten die Möglichkeit, um in der Erlebnisausstellung mehr über den Wald zu erfahren und sich am traditionellen Adventsbasteln zu beteiligen. Mitorganisator war die Ökoschule Hundisburg. "Das Haus des Waldes bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das ganze Jahr über einzigartige Möglichkeiten, Neues und Überraschendes über den Wald zu erfahren, ihn mit allen Sinnen zu erleben und sich umfassend über die vielfältigen Zusammenhänge im Wald zu informieren", so erfuhr der Besucher aus einer Informationsbrochüre, die gleich am Eingang auslag.

"Das kleine Wildschwein ist niedlich", schwärmte Jasmin mit strahlenden Augen. "Der Wolf ist doch viel besser", fand Romy. Beide sind vier Jahre alt und bestaunten die Tierpräparate in der 350 Quadratmeter großen Walderlebnisausstellung. "Wohnt der Wolf wirklich bei uns im Dorf?", wollte Romy noch wissen. Fünf Mitarbeiter waren unterwegs, um diese und andere Fragen geduldig zu beantworten. Romys Vater war begeistert: "Es ist einfach alles perfekt organisiert", so Tobias Müller. "Meine Tochter lernt hier was und es gibt ein selbstgebasteltes Adventsgesteck", so der Bebertaler.

Im Vorfeld hatten fleißige Helfer Kiefernzapfen und Moos herangeschafft. "Außerdem rund drei Kubikmeter Tannenzweige. Das ergibt am Ende etwa 100 Adventskränze und Gestecke. Für die Bastelmaterialien erheben wir einen kleinen Unkostenbeitrag", erklärte Heinzel. Der Eintritt war aber auch in diesem Jahr frei.

Die Ökoschule Hundisburg hatte unter anderem eine Kerzenwerkstatt eingerichtet. Der Koordinator der Ökoschule ist Jens Vollmann: "Wir arbeiten eng mit dem Haus des Waldes zusammen und sind auch hier untergebracht. Zu uns kommen Kinder und Jugendliche im Rahmen von Projekten."

Seine Frau Beate Vollmann betreute unter anderem die Kerzenwerkstatt. "Die Kinder zeigen großes Talent im Umgang mit dem Bienenwachs und fertigen tolle Sachen." Auch ihre Tochter Antonia hatte ihren Spaß. Gemeinsam mit Freundin Luise bastelte sie aus Naturmaterialien zwei Weihnachtswichtel. "Das sind Ralf und Rüdiger", so Antonia stolz. Auch im nächsten Jahr wollen die Mädchen "definitiv wieder dabei sein".