Mit knapp 4000 erwachsenen Gästen war der Weihnachtsmarkt auf Schloss Hundisburg am Wochenende ein voller Erfolg. Zwischen Kunsthandwerk, Kultur und Brauseminar konnten sich die Besucher zwei Tage lang in festliche Stimmung versetzen lassen.

Hundisburg l "Wir sind zufrieden", erklärt Ulrike Wahrendorf. Sie gehört zum Verein Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg, der den Weihnachtsmarkt jedes Jahr organisiert. Mit genau 2233 Erwachsenen sei der Sonntag der besucherstärkste Tag gewesen. Kinder hatten freien Eintritt und wurden deshalb nicht gezählt. Insgesamt seien die Zahlen mit denen aus den Vorjahren vergleichbar.

Schließlich wurde den Gästen auch allerhand geboten: Auf dem Schlosshof und in der Scheune gab es zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk, Handarbeiten, Büchern, Holzspielwaren, weihnachtlicher Dekoration sowie Schmuck- und Landhausartikeln. Das Kulturprogramm lud ebenfalls zum Entdecken ein. Das Elbstadt-Quartett aus Magdeburg verzauberte mit Bläsermusik zur Adventszeit. Die Puppenbühne Regenbogen präsentierte das Stück "Die Geschenke sind nicht zum Fressen da". Auch das munkel-Theater war vor Ort und brachte kleinen Besuchern auf pädagogische Art das Weihnachtsfest näher.

Wer wollte, konnte sich sogar in handwerklicher Hinsicht fortbilden. So hatte die Schlossbrauerei an beiden Tagen geöffnet. Am Sonnabend konnten Neugierige bei einem Seminar selbst die Kunst des Brauens für sich entdecken.

Die Vereinsgruppe "Bartha" hatte die Türen ihrer Spinnstube weit geöffnet. Auch der Schlossladen war Kurzentschlossenen bei der Suche nach Weihnachtsgeschenken behilflich. Bei der Sonntagsmatinee wusste Kantor Matthias Müller zu begeistern. Auch die Räume des Schlosses selbst standen den Marktbesuchern offen. Dort gab es unter anderem einen Teil der Alvenslebenschen Familienbibliothek zu bewundern. Das Haus des Waldes lud ebenfalls zum Verweilen ein.

Für Jette Rindland (7) aus Wegeleben und Lea Kuhwe (2) aus Haldensleben stand jedoch eine andere Attraktion im Mittelpunkt: Sie waren extra nach Hundisburg gekommen, um den Weihnachtsmann zu sehen. Jette konnte dabei stolz ihr Gedicht aufsagen und erklärte: "Ich gehe immer artig ins Bett und höre, was Mama sagt. Also bin ich lieb und bekomme was vom Weihnachtsmann." Und tatsächlich: Beide Kinder bekamen Schokolade aus dem Sack.

Um die gemütliche Atmosphäre zu fördern, war im Vorfeld die Deko aufgerüstet worden. "Neben Girlanden gab es auch Herrnhuter Sterne. Generell möchten wir diesen Bereich weiter ausbauen", verriet Ulrike Wahrendorf.

Das kam an: "Viele Weihnachtsmärkte sind inzwischen kommerziell und laut. Daher musste ich mich erst von meinen Mann überzeugen lassen, mit nach Hundisburg zu kommen. Und ich habe es nicht bereut. Dieser Weihnachtsmarkt verbreitet noch die echte traditionelle Adventsstimmung. Ich komme wieder", betonte zum Beispiel Besucherin Christine Dunkel.

"Jetzt geht es endlich wieder los mit Glühwein, Bratwurst und besinnlicher Musik. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre hier im Schlosshof Hundisburg", befand auch Christian Wöhling. Selbst die Händler ließen sich von so viel guter Laune anstecken. "Die Menschen hier sind einfach großartig und das Wetter spielt auch mit", betonte Jacqueline Herregott aus Burg, die auf dem Weihnachtsmarkt Bratwürste verkaufte.

Um die abendliche Stimmung besser genießen zu können, soll im nächsten Jahr am Sonnabend bis 20 Uhr geöffnet sein. "Wir probieren das einfach mal aus", verriet Ulrike Wahrendorf. Auch das Angebot für Kinder solle noch weiter ausgebaut werden.

Der symbolische Eintritt von einem Euro bleibt übrigens vor Ort. Er fließt in die weitere Rekonstruktion von Schloss, Barockgarten und Landschaftspark.

 

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