Haldensleben (az) l Die Beber fließt seit einigen Tagen teilweise durch ein neues Bett. Grund dafür ist der fertiggestellte Düker. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein Bauwerk, das den Fluss unter dem Mittellandkanal hindurchführt. Es befindet sich neben der Brücke zwischen Wedringen und Althaldensleben. "Der neue Beber-Düker wurde Anfang der Woche erfolgreich in Betrieb genommen", erklärt Karl-Heinz Wiese vom zuständigen Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt. Damit die Beber künftig auch den richtigen Weg findet, hatten Bagger ihr zuerst ein neues Bett ausgehoben.

Die Arbeiten am Düker hatten im Frühjahr begonnen. Die Kosten liegen bei rund 6,3 Millionen Euro. Dafür wurden unter anderem Stahlbetonrohre unter dem Mittellandkanal durchgepresst. Außerdem gehören zum Düker ein Ein- und ein Auslaufbauwerk sowie ein automatisch gereinigter Rechen, damit der Durchfluss nicht verstopft. Nötig ist der Düker für den weiteren Ausbau des Kanals. Denn dieser soll sowohl tiefer als auch breiter werden. Den nötigen Anforderungen konnte der alte Düker, der sich ein Stück weiter westlich befindet, nicht gerecht werden. Er soll im Zuge des Kanalausbaus abgerissen werden.

Zuletzt hatte der neue Düker für Schlagzeilen gesorgt, weil über ihn die Bahnstrecke Haldensleben-Groß Ammensleben hinwegführt. Während der Bauarbeiten hatten die Züge eine Behelfsbrücke genutzt. Mittlerweile laufen die Gleise direkt über den Düker. Für das Entfernen der Brücke wurde die Bahnstrecke Mitte November 15 Stunden lang gesperrt. "Zu Beginn des neuen Jahres werden noch die Restarbeiten wie Wegebau und Fertigstellung der automatischen Rechenreinigungsanlage durchgeführt. Im Ergebnis heißt das, dass der Mittellandkanal-Ausbau in diesem Bereich in 2015 starten kann", so Karl-Heinz Wiese.

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