Haldensleben (mb) l Nicht mal eine Autostunde trennt die Partnerstädte Haldensleben in Sachsen-Anhalt und Helmstedt in Niedersachsen. Die Nähe hat dazu geführt, dass auch die Menschen näher zusammenrücken. Die Partnerschaftsvereine beider Kreisstädte organisieren mehrmals im Jahr gemeinsame Veranstaltungen oder Fahrten.

Als am 9. November der 25. Jahrestag des Mauerfalls mit einem großen Fest in Helmstedt gefeiert wurde, hatten Mitglieder beider Vereine einen gemeinsamen Stand auf der Festmeile in der Innenstadt aufgebaut. Sogar die beiden Ministerpräsidenten hielten bei ihrem Rundgang an diesem Stand an, um mit den Akteuren zu reden.

In dieser Woche starteten Mitglieder beider Vereine zu einer Fahrt nach Dresden. Zur Hälfte Niedersachsen und zur Hälfte Sachsen-Anhalter unternahmen sie einen Abstecher in die deutsche Geschichte. Sie weilten zur Mittagsandacht in der wiederaufgebauten Frauenkirche und lauschten dem Klang der Orgel. Nach der Andacht erzählte ein Kirchenführer mit sehr persönlichen Erinnerungen aus der Geschichte des Gotteshauses. Im Februar 1945 sei er 13 Jahre alt gewesen, als britische Bomber die Innenstadt in Schutt und Asche legten. Heute gäbe es gute Kontakte zwischen Dresden und Coventry. Unterhaltsam gestaltete sich der Bummel über den Strietzelmarkt und die weiteren kleinen Märkte.

Erste Ideen für einen gemeinsamen Höhepunkt 2015 wurden bereits besprochen. Zum 25. Mal jährt sich die Unterzeichung des Partnerschaftsvertrages. Norbert Eichler für Haldensleben und Hans Otto Kieschke für Helmstedt setzten damals ihre Unterschrift unter das Dokument. Das Jubiläum soll im Sommer gefeiert werden.