Mit einer offiziellen Feierstunde ist die Sanierung für die Flechtinger Grundschule nun abgeschlossen. Entstanden ist ein moderner Lernort, ein Schulparadies, wie es Bördekreis-Landrat Hans Walker ausdrückte.

Flechtingen l "Das kann man hier nur als Schulparadies bezeichnen. Phantastisch, was hier gelungen ist." Die Worte von Landrat Hans Walker (CDU) drückten am Freitag das aus, was wohl alle Gäste dachten. Die Grundschule Flechtingen hat im grundsanierten Teil ein Domizil gefunden, dass den modernsten Anforderungen an das Lernen und die pädagogische Arbeit genügt.

Im Rahmen einer Feierstunde mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft zeigten vor allem die Kinder, wie wohl sie sich in ihrer erst seit einer Woche bevölkerten neuen Schule schon fühlen.

Errungenschaften wie Whiteboards, Trinkbrunnen, Kochstudio, Sitzmöglichkeiten in den Fluren, Entspannungsraum, Bibliothek, eine Spiegelwand für Tanzübungen und ein riesiger Gestaltenraum wurden von den Grundschülern der Schreibwerkstatt in Versen gelobt.

Schulleiterin Ines Warschewske konnte das nur bestätigen. "Was für ein Tag für uns", sagte sie. Es sei so, wie sie und ihr Team es sich schon lange erträumt hätten. Ihren Dank richtete sie an die Schüler und Eltern, die geduldig die Bauphase ertragen hatten. Auch den Lehrern wurde Einige abverlangt. Der Hort stellte drei Räume für den Unterricht zur Verfügung, und immer wieder musste etwas umorganisiert werden. Doch, um mit Demokrit zu sprechen, "der Mut steht am Anfang des Handelns, das Glück am Ende". Elternvertreterin Silke Schulz griff diese Worte auf und meinte, auch die Eltern seien sehr glücklich, diesen Schritt gegangen zu sein. Es gebe "Tafeln ohne Strom, Stimmen ohne Sprecher und Rollläden, die wie von Zauberhand funktionieren".

Sein Grußwort richtete Flechtingens Bürgermeister Dieter Schwarz zuerst an die Kinder. "Ich hoffe, dass ihr Spaß und nette Lehrer habt und etwas fürs Leben lernt."

Als die Gemeinde Flechtingen im Jahr 2004 das Gelände samt Gebäude vom Landkreis erwarb, weil die Sekundarschule schließen musste, war das schon eine Weichenstellung. Der Gemeinderat hatte schon damals die Entscheidung mitgetragen.

2,3 Millionen Euro hat die vor allem energetische Sanierung gekostet, dank Fördermitteln aus dem Stark-III-Programm mit einer moderaten Belastung für den Schulträger, die Verbandsgemeinde Flechtingen. Deren Bürgermeister Jürgen Wille konnte sich den Glückwünschen nur anschließen.

"Wir haben eine wichtige Aufgabe, nämlich die Schule auch für die Kinder zu erhalten, die nach uns hier lernen wollen", gab Schülersprecher Henry Rost ein Versprechen ab.

In einem "bewegten" oder auch schwungvollen Kulturprogramm, was wohl sonst in einer Schule mit bewegtem Profil, zeigten die Mädchen und Jungen ihre musikalischen, literarischen und sportlichen Fähigkeiten.

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