Für rund 3,5 Millionen Euro will die Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius das Pflegeheim St. Josefinum in Althaldensleben erweitern. Gestern erfolgte die Grundsteinlegung. Dabei ist der Rohbau bereits fast fertig.

Haldensleben l Die Eckdaten können sich sehen lassen: Auf drei Stockwerken bietet der Erweiterungsbau etwa 2100 Quadratmeter Platz. Dadurch wird die Kapazität der Einrichtung mehr als verdoppelt: Nach Angaben der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius (ctm) leben im St. Josefinum derzeit 30 hilfs- und pflegebedürftige ältere Menschen. Durch den Anbau sollen noch einmal 44 Plätze hinzukommen.

"Es ist eindeutig, dass wir heute nicht den ersten Stein legen", erklärte Winfried Preden, Referatsleiter Bau- und Gebäudemanagement der ctm. Denn die Arbeiten haben bereits im August begonnen. Mittlerweile ist der Rohbau so gut wie fertig. Nur einige Fenster fehlen noch. Über den Winter soll es anschließend mit dem Innenausbau weitergehen. "Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2015 geplant, die Inbetriebnahme dann für das vierte Quartal", erläuterte Winfried Preden. Die Kosten für die Erweiterung beziffert er mit rund 3,5 Millionen Euro.

"Wir möchten den Charakter des bestehenden Josefinums auf den Erweiterungsbau übertragen", betonte Dr. Marcus Waselewski, Geschäftsführer der ctm, in seiner Rede. "Dabei geht es uns vor allem um die familiäre Atmosphäre. Wir wollen den Menschen hier ein neues Zuhause bieten, wollen, dass sie sich hier wohlfühlen." Gleichzeitig gibt es aber auch wirtschaftliche Gründe für die Bauarbeiten. "Der Gesellschafter entschied sich für die Erweiterung des Josefinums, um die Einrichtung auch weiterhin auf ein stabiles betriebswirtschaftliches Fundament zu stellen", so Marcus Waselewski.

Im Untergeschoss des neuen Gebäudeteils soll es einen Bereich geben, der auf Palliativbetreuung spezialisiert ist. Daneben ist ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss geplant. Dieser soll nicht nur den Bewohnern des Josefinums zur Verfügung stehen, sondern auch Gemeindemitgliedern und Kindern.

Winfried Preden nannte die Nähe zur Simultan-Kirche und zur katholischen Kindertagesstätte St. Johannes als eindeutige Standortvorteile. "Hier wird etwas geboten, damit sich Jung und Alt wohlfühlen und Lebensqualität genießen können", lobte auch Haldenslebens Bürgermeister Norbert Eichler. Die Entwicklung des Josefinums stehe beispielhaft für die positive Entwicklung Althaldenslebens und der ganzen Stadt.

Zu den weiteren Gästen gehörten auch der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens (CDU), Landrat Hans Walker und Diözesan-Caritasdirektor Klaus Skalitz. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Kinder der Kita St. Johannes und Kantor Georg Heinze. Domkapitular Dr. Thomas Thorak übernahm die feierliche Segnung des Grundsteins. Zum Inhalt der eingemauerten Kupferkapsel gehören unter anderem eine Urkunde, ein Gemeindebrief sowie eine Ausgabe der Volksstimme.

"Alles gedeiht zu unserer vollsten Zufriedenheit", freute sich Gabriele Kotrba, die Einrichtungsleiterin des Josefinums. Bisher habe es am Bau keinerlei Beanstandungen gegeben. Gleichzeitig entführte Gabriele Kotrba in die Geschichte des Hauses, das bereits auf eine lange Tradition zurückblickt. Das Josefinum besteht seit 1922, gegründet wurde es durch die Schwestern der Heiligen Elisabeth. "Im Jahre 1987 übernahm der Caritasverband Magdeburg die Einrichtung und seit 1997 hat die Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius Magdeburg die Verantwortung übernommen. Unter Leitung der ctm sind die Bewohner 1999 in einen fertiggestellten Neubau umgezogen", ergänzt Bernadette Olma, Pressesprecherin der ctm.

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