Die Trauerhalle im kleinen Örtchen Mammendorf bekommt ein würdiges Aussehen. Bis zum Frühjahr soll das Gebäude saniert werden. Dafür investiert die Gemeinde Hohe Börde 45000 Euro, davon fließen Fördermittel in Höhe von 22000 Euro.

Mammendorf l Seit fünf Wochen wirbeln Handwerker an der ehrwürdigen Trauerhalle auf dem Mammendorfer Friedhof. Vom Fortgang der Arbeiten überzeugten sich am Montag Bauamtsmitarbeiterin Janett Deicke, sie ist für die Projektsteuerung zuständig, und Bauleiterin Michaela Neubarth. Elektrokabel sind verlegt und die Wände des Innenraums frisch verputzt worden. "Nach dem Abtrocknen des Putzes werden die Malerarbeiten in Angriff genommen", erklärt Janett Deicke.

Der Vorplatz ist ausgekoffert und mit einem Mineraliengemisch, welches dem Pflasterunterbau dient, versehen worden. Um Baufreiheit zu schaffen, wurden Baumstümpfe vor Jahren gefällter Bäume abgefräst. "Die Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen, nun kann als nächster Schritt die Pflasterung folgen", so die Projektbeauftragte.

Fundamente für die Pfeiler des Vordaches sind gesetzt worden. An der Westseite erhält der Eingangsbereich unterm Vordach eine Scheibe aus Sicherheitsglas zum Wetterschutz für Trauergäste bei großem Andrang. Aus bauphysikalischen Gründen und aus optischen Eigenschaften werden in einem Meter Höhe umlaufend Paneele angebracht. "Diese dienen dazu, die Wand zu hinterlüften", beschreibt Janett Deicke. Die Ausbesserung der roten Klinkerfassade ist ebenfalls abgeschlossen.

Rings um die Trauerhalle wird eine Kieseltraufe zur Vermeidung von Staunässe und aufsteigender Feuchtigkeit angelegt. Bis zur für das kommende Frühjahr geplanten Fertigstellung werden die Trauerfeiern in der Mammendorfer Andreaskirche stattfinden.

Neben der Sanierung in Mammendorf laufen derzeit auch Arbeiten an den Trauerhallen in Schackensleben und Bebertal. Einen Ersatzneubau für eine Trauerhalle hat die Gemeinde 2014 bereits auf dem Hermsdorfer Friedhof seiner Bestimmung übergeben können.