Mit 12433 Besuchern blickt die Kulturfabrik auf ein veranstaltungsreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Auch 2015 wird es wieder ein breitgefächertes Programm rund um Kabarett und Livemusik geben.

Haldensleben l Das 15. Jahr der Kulturfabrik war ein erfolgreiches. Das wurde nicht nur durch den 200000. Besucher im November untermauert.

"Die Besucherzahlen sind, ebenso wie die Veranstaltungsdichte, konstant geblieben", erzählt Leiterin Janina Otto. Lediglich die Rolli-Runde, eine spezielle Stadtführung für Kinder, hat bei den Teilnehmern um 15 Prozent zugelegt.

Eines der Highlights des Jahres 2014 war für Otto der Valentinstag, an dem die Künstlerin Nanna Larsen aus Dänemark über 100 Leute in die Kulturfabrik lockte. Generell versuche die Kulturfabrik durch internationale Künstler zu punkten. Diese werden, so Otto, besonders vom Publikum angenommen, auch wenn es sich dabei um Unbekannte handelt.

Außerdem war das Konzert des "Clubs der toten Dichter", die sich in ihrem vierten Programm den Werken von Friedrich Schiller widmeten, ein Zuschauermagnet.

Die Lesung von Max Moor erwähnt Otto als persönliches Highlight. Vor allem als Zeichen dafür, dass sich die Künstler in der Kulturfabrik wohl fühlen. "Die Künstler loben oft die gute Organisation hier, sie können sich so ganz auf ihren Auftritt konzentrieren", berichtet Otto.

Wenn auch die Besucherzahlen konstant geblieben sind, haben sich die Auftritte in den letzten Jahren gewandelt. Das Publikum ist inzwischen eine bunte Mischung verschiedener Altersklassen, die abwechslungsreiche Auftritte geboten bekommen.

Als "Crossover" bezeichnet Janina Otto ihre favorisierte Art der Livemusik. Damit bezieht sie sich allerdings nicht auf das gleichnamige Rockgenre. Viel eher ist es die Mischung von auf den ersten Blick nicht zusammenpassenden Musikrichtungen, die Otto reizvoll findet. "Klassische Musik trifft auf Rock-/Popeinflüsse, Harfe auf E-Gitarre" erklärt Otto.

So ist auch verständlich, dass sie sich schon jetzt auf eine Veranstaltung im November 2015 freut. Unter dem Titel "Afrikanische Harfe trifft auf Cello" tritt ein Künstler aus Mali in der Kulturfabrik auf und unterstreicht einmal mehr die Internationalität des Veranstaltungsortes.

Ein weiteres Highlight dürften die Damen von "Queenz of Piano" sein, die mit einer Mischung aus Klavier-Pop und Kabarett nicht für möglich gehaltene Dinge mit zwei Pianos anstellen. Die nicht ganz gewöhnlichen Pianistinnen entlocken jedem Teil des Instruments Töne. Davon können sich Zuschauer am 13. Februar im Alsteinklub überzeugen.

Mit Kabarett, vor allem auf politischer Ebene, begeistert Reiner Kröhnert mit seinem Programm "Mutti reloaded". Ins Innere der Matrix beziehungsweise der "Mutti" wagt sich der Parodist in seinem Programm, welches am 23. Januar in der Kulturfabrik zu sehen ist. Im April findet ein Neil-Young-Abend statt, auf den sich Otto bereits jetzt freut.

Gäste sollen selbst Wünsche äußern

Der Autor Wladimir Kaminer gastiert mit seinem Programm "Coole Eltern leben länger" am 27. Januar in Haldensleben, die Veranstaltung ist jedoch bereits ausverkauft.

Im Hinblick auf 2015 wünscht sich Otto weiterhin den regen Zulauf der vergangenen Jahre. "Wir möchten den Menschen in Haldensleben immer etwas Neues bieten, und ich bin überzeugt davon, dass uns das auch im nächsten Jahr gelingen wird", berichtet sie. Hierbei weist sie noch einmal darauf hin, dass Gäste dazu eingeladen sind, selbst Wünsche einzubringen. Ob es nun um eine Musikrichtung geht, die man bisher in der Kulturfabrik vermisst oder um einen bestimmten Künstler, den man gerne vor Ort erleben möchte.

Die Möglichkeit dazu besteht auf den Veranstaltungen selbst in einem persönlichen Gespräch. "Wir freuen uns immer über Feedback", bekräftigt Otto.

Bei den Kinovorführungen gelte das bereits. Es wird auch weiterhin die Kinowunschbox geben, aus der Otto versucht möglichst viele Wünsche zu erfüllen.

Abschließend weist sie, speziell im Bezug auf das vergangene Jahr, auf die gute Arbeit ihres Teams hin. Janina Otto, die bis Juni in Elternzeit war, fand die Kulturfabrik danach in ihrem Sinne und im Sinne des Hauses fortgeführt wieder. "Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich weg war", bekräftigt sie die gute Zusammenarbeit innerhalb des Hauses.