Das Schild ist enthüllt. Mit einem öffentlichen Wettbewerb hatten die Kinder und Mitarbeiter der Integrativen Tagesstätte und des Hortes in Calvörde einen Namen für das Domizil gesucht. Im Rahmen eines Weihnachtsmarktes wurde das Geheimnis der Namensgebung gelüftet. Künftig dürfen 135 Mädchen und Jungen im "Abenteuerland" spielen.

Calvörde l Hochspannung herrschte bei der Eröffnung des Weihnachtszaubers auf dem Gelände der Integrativen Kindertagesstätte mit Hort in Calvörde. "Im Sommer wurden die Tagesstätte und der Hort im Rahmen des neuen Kinderförderungsgesetzes als eine Einrichtung zusammengefasst. Schon vor sieben Jahren- als wir hier eingezogen sind - hatten wir die Idee, +dem Haus einen Namen zu geben. Das hatten wir aus den Augen verloren. Aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt, einen Namen für die beiden Häuser zu finden", erinnerte sich Detlef Schmahl, Geschäftsführer der Seniorenhilfe GmbH Haldensleben, die der Träger der Einrichtung ist. 35 Einsendungen mit insgesamt 48 verschiedenen Vorschlägen sind eingegangen.

"Ich will Sie nicht länger auf die Folter spannen", versprach Schmahl und stellte den Gästen Birgit Kottisch vor. Sie ist Leiterin der Kindertagesstätte "Sarrezwerge" in Wanzleben. Bei einem Besuch der Einrichtung in Calvörde, die auch Kompetenzzentrum für frühkindliche Bildung ist, hörte sie vom Namenswettbewerb. Birgit Kottisch hatte den Namensvorschlag, dem die Jury letztendlich zustimmte. Als Lohn dafür bekam sie eine Urkunde und zwei Gutscheine für eine Veranstaltung in der Haldensleber Kulturfa- brik. Zwei Väter enthüllten nun das Namensschild. Tosenden Beifall gab es für den Schriftzug "Abenteuerland". Schmahl bedankte sich bei den Beteiligten und wünschte allen viel Spaß beim Weihnachtszauber. "Ich freue mich, dass diese Einrichtung nicht nur ein hübsches Gesicht hat, sondern nun auch einen so schönen Namen", verkündete Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU). Der Gemeindechef verteilte Süßes und beschrieb: "Die Veranstaltung heute ist eine Art Weihnachtsbotschaft, weil Sie Zeit gefunden haben, hier zu sein und vor allem Zeit für ihre Kinder haben. Das ist viel mehr wert, als die materiellen Dinge."

Marlis Schünemann kam als Botschafterin vom Kinderschutzbund und wünschte der Einrichtung liebe Kinder sowie fröhliche Eltern und Erzieher, die immer ganz viel Geduld haben. Sie schenkte der Einrichtung einen großen hölzernen Weihnachtsmann.

Christa Merker, Vorsitzende des Calvörder Heimatvereins, beglückwünschte die kleinen "Abenteurer" zu ihrem Namen und servierte den Kleinen ein Tablett voller Süßigkeiten. Heidelore Gödicke, Vorsitzende des Calvörder Vereins der Selbständigen, bedankte sich mit Geschenken bei den jungen Talenten der Kita, die beim Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz das Programm gestaltet hatten.

"Unser Ziel ist es, dass beide Standorte als eine Einheit zusammen wachsen und auch so wahrgenommen werden. Dabei hilft sicher auch der neue Name. Wir wünschen uns, dass wir die Einrichtung mit der neuen Aufgabenstellung, dem überarbeiteten Kinderförderungsgesetz und den neuen Finanzierungsmöglichkeiten halten können. Dazu gehört auch, dass wir die Kinderbetreuung mit den Qualitätsansprüchen, die wir selbst für uns formulieren, fortsetzen können", blickte Schmahl voraus.

Bilder