Von Zaubershow bis Altstadtfest und von Jazz bis Mittelalter: Wer wissen will, was 2015 in Haldensleben los ist, kann ab sofort zugreifen. Denn am Montag hat die Stadt den neuen Kulturkalender vorgestellt.

Haldensleben l Wer behaupten will, dass in Haldensleben nichts los sei, der hat angesichts des Kulturkalenders einen schweren Stand. Mehr als 200 Veranstaltungen sind in der Broschüre aufgelistet. Dazu zählen Ferienaktionen, aber auch die großen Höhepunkte des Veranstaltungsjahres. "Letztere behandeln wir direkt auf den ersten Seiten", verrät Renate Schmidt, die Leiterin des Kulturamtes. Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann ergänzt: "Wir mussten auf die Tube drücken. Denn Anfang des Jahres findet in Magdeburg die Tourisma-Messe statt." Dort präsentiert sich auch die Stadt Haldensleben - und möchte nicht zuletzt mit ihren kulturellen Angeboten punkten.

Das erste im Kalender angekündigte Highlight lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten. Es handelt sich dabei um eine Lesung von Wladimir Kaminer. Der präsentiert am 27. Januar in der Kulturfabrik sein Buch "Coole Eltern leben länger". Allerdings ist diese Lesung bereits ausverkauft. Interessenten müssen deshalb aber nicht traurig sein. Für den Rest des Jahres gibt es noch genügend kulturelle Auswahl.

Dazu zählt beispielsweise das Mittelalterspektakel Gertrudium. Benannt ist es nach der historischen Gräfin Gertrud von Haldensleben. "Diese Veranstaltung ist vor allem von der Romantik her eine schöne Sache", erklärt Renate Schmidt. Zwei Tage lang übernehmen Gaukler, Spielleute und Ritter auf dem Alten Friedhof das Zepter. Neben einem historischen Templerlager gehören auch Märchenrunden und das traditionelle Rolandreiten mit zum Programm. "Das Gertrudium fand sonst immer am 2. Oktoberwochenende statt", so Lutz Zimmermann. Allerdings hatten die Beteiligten oft Pech mit dem Wetter. "Letztes Jahr ist das Gertrudium richtig ins Wasser gefallen. Deshalb haben wir uns jetzt für einen früheren Termin entschieden." Das Ergebnis: 2015 steigt das Spektakel bereits am 6. und 7. Juni.

Ein besonderer Höhepunkt ist natürlich das Altstadtfest. Es ist für den 28. bis 30. August geplant. "Der Kulturausschuss hat sich dafür ausgesprochen, das Altstadtfest weiterhin jährlich stattfinden zu lassen und finanziell anders zu regeln", erläutert Renate Schmidt. "Wenn der Hauptausschuss es Ende Januar so beschließt, wird es wieder einen Kulturbeitrag geben."

Neu im Veranstaltungsreigen ist der Romanik-Tag am 16. Mai. "Wir haben dieses Jahr das letzte Teilstück des Aller-Elbe-Radwegs mit einem Romanik-Radeltag eingeweiht", erinnert Lutz Zimmermann. "Er wurde sehr gut angenommen. Deshalb dachten wir uns: Das machen wir doch glatt nochmal." Das Programm wurde dafür noch erweitert. Die geplante Route führt von der Klosterkirche Groß Ammensleben zur Ruine Nordhusen nahe Hundisburg. Am Ziel erwarten die Teilnehmer ein Radler-Picknick sowie ein Sonderkonzert des Rossini-Quartetts.

Der Regionalmarkt findet ab April an jedem ersten Sonnabend im Monat statt. "Wir möchten ihn zu einem Treffpunkt für junge Leute und Familien ausbauen", erklärt Renate Schmidt. Deshalb werde es neben dem Angebot von Lebensmitteln der Region auch immer ein kulturelles Rahmenprogramm geben.

Auch der Sternenmarkt, der gerade erst abgebaut wird, gehört 2015 wieder zum Programm. "Wir haben keine genaue Gästezahl. Aber er war gut besucht", zieht Lutz Zimmermann eine erste Bilanz.

Weitere Klassiker des Veranstaltungsjahres wie die Obsttage auf Schloss Hundisburg, die Blade- Biker Night oder die Sommermusikakademie sind ebenfalls wieder im Kulturkalender vertreten. "Eine Veranstaltung zu `25 Jahre deutsche Einheit` kommt auf jeden Fall noch mit dazu", betont Lutz Zimmermann. Die Planung hierfür sei aber noch nicht abgeschlossen.

Nicht bei allen im Kulturkalender aufgeführten Terminen ist die Stadt selbst Veranstalter. "Wir haben allen Veranstaltern die Möglichkeit gegeben, Teil des Kulturkalenders zu werden", so Renate Schmidt. Wer mag, kann sich jetzt sogar schon für die nächste Ausgabe des Kalenders melden. Abgabeschluss ist am 20. September.

Erhältlich ist der Kulturkalender ab sofort im Bürgerbüro und der Kulturfabrik. "Sukzessive wird er auch an Geschäfte verteilt", sagt Renate Schmidt. Ab dem 29. Dezember soll er auch auf der Internetseite der Stadt zu finden sein.