Seit den 1980er Jahren stand der Flechtinger Jürgen Wille in Verwaltungsdiensten. Zum 31. Dezember wechselt er in den Ruhestand. Für seine Stelle gibt es im Februar 2015 Neuwahlen.

Flechtingen l Mehr als 30 Jahre hat Jürgen Wille seine Arbeitskraft in den Dienst der Verwaltung gestellt, zuletzt seit 2010 in der Verbandsgemeinde Flechtingen. Im September kündigte er in einem Antrag seinen Rücktritt und Rückzug in den Ruhestand zum 31. Dezember an. Seine Versetzung in den Ruhestand macht Neuwahlen notwendig, da die Stelle des Verbandsgemeindebürgermeisters seit der jüngsten Reform ein Wahlamt darstellt.

Der Flechtinger Verbandsgemeinderat nutzte die letzte Sitzung in diesem Jahr für ein Dankeschön an Jürgen Wille.

"Ich bin froh über das, was erreicht werden konnte", sagte der Verwaltungsleiter. Es seien schwierige Jahre und Entscheidungen zu treffen gewesen, die nicht immer populär und manchmal schwer vermittelbar waren. Doch an Unterstützung habe es nicht gefehlt. Meist habe man einen Konsens gefunden. Das habe er schon bei den Kameraden der Feuerwehren und den Kollegen zum Ausdruck gebracht. Nun sei es an der Zeit, so Jürgen Wille, sich zurückzuziehen.

"Für die Zukunft bin ich schon ziemlich ausgebucht", meinte er mit Blick auf seine Familie und die Enkelkinder, die sein ganzer Stolz sind.

Leider würden die Probleme der Verbandsgemeinde in der Zukunft sicher nicht kleiner. Jeder Cent müsse künftig noch öfter und intensiver umgedreht werden. Er halte es für wichtig, nicht übereinander zu reden, sondern vielmehr miteinander, um die Probleme zu lösen.

Seinem Nachfolger wünschte Jürgen Wille "ein gutes Händchen und stets einen guten Konsens im Umgang mit den Kollegen und im Verwaltungsapparat".

Die Stelle des Verbandsgemeindebürgermeisters ist neu ausgeschrieben worden. Bislang haben sich fünf Bewerber gemeldet. Bis zum 26. Januar ist noch Zeit, dann endet die Bewerbungsfrist. Wahlberechtigte Einwohner der Verbandsgemeinde Flechtingen sind aufgerufen, am 22. Februar ihre Stimme für einen der Kandidaten abzugeben. Eine eventuell notwendige Stichwahl ist für den 22. März anberaumt.