Oebisfelde-Weferlingen l Nicht widerspruchslos hinnehmen will Stadtrat Manfred Wesche (CDU) die geplante Neufassung der Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet Drömling. Das erklärte er in der jüngsten Stadtratssitzung von Oebisfelde-Weferlingen im Haus der Generationen und Vereine in Weferlingen.

Seiner Ansicht nach bedeuten zusätzliche Flächen unter Schutz für Landwirte gleichzeitig mehr Auflagen, die es künftig zu erfüllen gilt, befürchtet der Stadtrat. Dann sei Landwirtschaft nicht mehr rentabel auszuführen. Und so ein erweitertes Schutzgebiet braucht man mindestens 30000 Hektar, sagte Manfred Wesche.

"Wir sollten uns vor einer Entscheidung auf jeden Fall intensiv damit befassen und die geplante Neufassung kritisch unter die Lupe nehmen", so Manfred Wesche.

Er halte es für einen Trick, die Gemeinden rauszunehmen aus dem bisherigen Schutzgebiet, denn Ziel der Neufassung der Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet sei die Schaffung eines Biosphärenreservats als nächsten Schritt.

Herausgelöst aus dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) werden sollen die Ortschaften Breitenrode, Buchhorst, Bergfriede und Teile von Niendorf (ein Teil verbleibt wegen der Überlagerung eines Vogelschutzgebietes als Ortsbereich im LSG).

Der Bauausschuss war weiter darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass nordöstlich von Wassensdorf und Weddendorf landwirtschaftliche Nutzflächen in das LSG einbezogen werden, die sich bisher nicht darin befanden. Grund für dieses Vorhaben ist laut Informationsvorlage zum Stadtrat das Vorhandensein bedeutsamer Vogelarten wie Sing- und Zwergschwan, Kiebitz, Goldregenpfeifer und Wiesenweihe.

Das Ziel der Änderung der Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet Drömling hatte die Naturparkverwaltung bereits in einer Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses vorgestellt. Ganz klar geht es um eine Erweiterung des Großschutzgebietes Drömling mit dem Abschluss eines länder-übergreifenden Biosphärenreservats mit Niedersachsen.

Bürgermeisterin Silke Wolf (Die Linke) wies den Stadtrat darauf hin, das die Kommune im Zuge eines Beteiligungsverfahrens noch einbezogen werde und dann die Bedenken vorgebracht werden könnten. Stadtratsvorsitzender Steffen Wetterling (UWG) dankte Manfred Wesche, denn jeder, der nicht im Thema stehe, könne solches fachliche Wissen gar nicht in seine Entscheidung einbeziehen.