Der Verbandsgemeinderat Elbe-Heide hat noch vor dem Jahreswechsel den Haushalt für das Jahr 2015 beschlossen. Der Ergebnishaushalt umfasst ein Volumen von rund 9,84 Millionen Euro und liegt damit knapp unter dem des vergangenen Jahres.

Elbe-Heide l Eine Position im Ergebnishaushalt könnte sich in Kürze noch ändern. Das Land zahlt an die Verbandsgemeinde für die Wahrnehmung übertragener Aufgaben eine Auftragskostenpauschale. Die lag im vergangenen Jahr noch bei 784700 Euro, soll aber auf 615100 Euro gekürzt werden.

"Im kürzlich vom Landtag beschlossenen Finanzausgleichsgesetz wurden diese Kürzungen aber nicht bestätigt", berichtete Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU) bei der Haushaltslesung, "da aber die Summe der Zuweisungen im Finanzausgleich nicht verändert wurde, dürfte die so entstandene Differenz sicherlich bei den Gemeinden gekürzt werden."

Nachtragshaushalt könnte im März vorliegen

Kämmerin Katja Sonntag, die den Haushaltsentwurf im Verbandsgemeinderat vorstellte, deutete an, dass deshalb nach Bekanntwerden der exakten Zahlen noch ein Nachtragshaushalt beschlossen werden muss. Das werde voraussichtlich im März des kommenden Jahres sein.

Den Erträgen stehen die Aufwendungen gegenüber. Der Plan 2015 sieht dafür rund 9,736 Millionen Euro vor. Größter Einzelposten sind dabei die Personalkosten. Die liegen bei rund 6,107 Millionen Euro. "Dabei haben wir bereits die zu erwartenden Tarifsteigerungen einbezogen", begründete Katja Sonntag, "die betragen 2,4 Prozent nach Abschluss des derzeitigen Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst ab März 2015."

Eine deutliche Erhöhung der Personalkosten gibt es vor allem bei den Kindertagesstätten. "Hier sind derzeit 80 Mitarbeiterinnen beschäftigt. Wegen des ab 1. August 2015 geltenden Betreuungsschlüssels und gestiegener Kinderzahlen müssen wir hier nicht nur Stunden aufstocken, sondern auch Neueinstellungen vornehmen", erläuterte Thomas Schmette.

Ein Minus von rund 90000 Euro verzeichnet der Plan allerdings bei den Aufwendungen für Bewirtschaftung. "Das resultiert zu einem gewissen Teil aus einer Senkung der Heizungskosten sowie der Gebühren für Wasser und Abwasser, aber auch aus der Schließung der Grundschule Hillersleben", machte Katja Sonntag deutlich, "das Schulgebäude fällt zum 1. Juli 2015 in den Bewirtschaftungsbereich der Gemeinde Westheide zurück."

Größtes Inverstitionsvorhaben ist der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Colbitz. Die Verbandsgemeinde ist wegen der gesetzlich geregelten Zuständigkeit für die Feuerwehren dafür verantwortlich, lässt sich die Baukosten in Höhe von 1,17 Millionen Euro allerdings von der Gemeinde erstatten. Das gilt auch für die neuen Feuerwehrfahrzeuge für die Wehren in Bertingen und Loitsche.

Geplant ist eine deutliche Aufrüstung der Computertechnik an den Grundschulen Burgstall, Colbitz, Rogätz und Zielitz. Dafür stehen mehr als 60000 Euro im Haushalt. Die Kindertagesstätten bekommen Geld für neue Spiegeräte. In der Kita Burgstall wird eine Fertigteilgarage zur Aufbewahrung des Spielzeugs errichtet.