Uthmöden l Von außen ist fast nichts zu erkennen. Friedlich liegt das Domizil des Sportvereins Blau-Gelb Uthmöden/Satuelle inmitten einer Winterlandschaft. Erst wer unmittelbar vor dem Gebäude steht, bemerkt die Einbruchsspuren an den Türen und den Brandgeruch.

Ähnlich erging es auch dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Dietmar Kruse: "Ich wollte nach den Feiertagen mal nach dem Rechten schauen", erklärt Kruse. Deshalb stattete er dem Sportlerheim am Sonnabend, 27. Dezember, gegen 16 Uhr einen Besuch ab. Dabei bemerkte er unter anderem, dass Wasser aus den Türen lief. Im Inneren erwarteten ihn verkohlte Wände und Decken. Auch die Einrichtung wie Tische oder Stühle seien verbrannt.

Dietmar Kruse benachrichtigte unverzüglich Polizei und Feuerwehr. Letztere traf kurz darauf mit 14 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen ein. Doch für die Kameraden aus Uthmöden und Haldensleben gab es nicht mehr viel zu tun, wie Uthmödens Wehrleiter Matthias Brust berichtet: "Beim Eintreffen war das Feuer bereits aus."

Wann genau die Einbrecher den Brand gelegt haben, ist bislang unklar. "Das Feuer muss mindestens eine Nacht vorher entfacht worden sein", vermutet Matthias Brust. Woher das aus dem Haus laufende Wasser stammte, ist ebenfalls noch nicht abschließend geklärt. Laut dem Ortswehrleiter ist vermutlich ein Heizungsrohr geplatzt. Es verläuft neben einem zerstörten Fenster und könnte durch Frost beschädigt worden sein. Nach rund einer Stunde war der Feuerwehreinsatz beendet.

Der enorme Schaden für den Sportverein jedoch bleibt. "Wir müssen die Ergebnisse des Gutachters abwarten. Aber nach dem optischen Eindruck ist das Innere des Hauses Schrott", urteilt Dietmar Kruse. "Es ist unser Glück, dass die Gebäudehülle wahrscheinlich zu retten ist." Doch wie der stellvertretende Vereinsvorsitzende betont, handelt es sich dabei nur um erste Vermutungen.

Die Einbrecher drangen auch in ein Nebengebäude ein. Dort wurde allerdings kein Feuer gelegt. Wie die Polizei gestern mitteilte, sei der Brandort versiegelt worden. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung eingeleitet.

Entsprechend seien am Montag Fachleute vor Ort gewesen und hätten Material sichergestellt. "Nun müssen wir die Ergebnisse abwarten", betonte Polizei-Pressesprecher Joachim Albrecht. Kurios sei, dass den Brand selbst offenbar niemand bemerkt hat. "Eventuell haben die Täter Feuer gelegt, um Spuren zu verwischen", sagt Joachim Albrecht.

Unklar sei jedoch, ob etwas gestohlen wurde. "Zumindest in einem Raum ist alles Inventar verbrannt", so der Polizei-Presssprecher. Derzeit suchen die Beamten nach möglichen Zeugen. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 03904/4780 im Polizeirevier Börde in Haldensleben, aber auch in jeder anderen Dienststelle melden.

   

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