Traditionell stellt Redakteur Burkhard Steffen zum Jahreswechsel den Bürgermeistern der Verbandsgemeinde Elbe-Heide einige Fragen. Heute antwortet Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU).

Volksstimme: Was betrachten Sie als die wichtigsten Ereignisse in Ihrer Gemeinde im Jahr 2014?

Thomas Schmette: Ich sehe das Jahr 2014 rückblickend positiv. Eine ganze Reihe größerer und kleinerer Investitionen sind realisiert worden oder stehen kurz vor dem Abschluss. Unter ihnen sind auch Projekte mit Bedeutung über die Ortsgrenzen hinaus. So ist beispielsweise die neue Kita in Heinrichsberg in Betrieb genommen worden. Sie ist als integrative Kita ausgelegt, um behinderte Kinder aus unserer gesamten Verbandsgemeinde aufzunehmen und zu betreuen. In Zielitz sind die Schwimmbadüberdachung und das Technikgebäude für 1,4 Millionen Euro saniert worden. Die Außensportanlage der Schule wurde neu gestaltet, und in Loitsche steht die Werk- und Kulturscheune kurz vor ihrer Fertigstellung. Sie stellt ein neues Zentrum für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region dar. Des Weiteren haben die Gemeinden auch 2014 kräftig in die Infrastruktur investiert. Beispielsweise sind der Rosenweg in Colbitz, die Umfassungsstraße in Heinrichsberg, ein multifunktionaler Radweg von der Seilerstraße in Rogätz zum Loitscher Bahnhof, der Loitscher Weg in Angern und der zweite Bauabschnitt der Ramstedter Straße in Zielitz fertiggestellt.

Wichtig ist für uns, dass aus dem Hochwasser 2013 die richtigen Schlussfolgerungen gezogen worden und Schutzmaßnahmen in Planung oder - wie am Deich zwischen Heinrichsberg und Glindenberg - bereits in der Umsetzung sind. Hoffen wir darauf, dass die Deichbaumaßnahmen zügig fortgeführt werden und uns kein Hochwasser während der Bauarbeiten überrascht.

"Wir hoffen auf einen zügigen Weiterbau der Autobahn in südlicher und nördlicher Richtung."

Von großer Bedeutung war auch die Freigabe des Autobahnabschnittes Colbitz. Wir hoffen nun auf einen zügigen Weiterbau in südlicher und nördlicher Richtung.

Erfreulich, nicht nur für die Bierfreunde, ist die Tatsache, dass in der Colbitzer Heidebrauerei wieder Bier gebraut wird. Der Verlust der Brauerei als prägendes mittelständisches Unternehmen und damit der Arbeitsplätze wäre schon ein herber Schlag gewesen, der uns glücklicherweise erspart blieb.

Was erwarten Sie für Ihre Gemeinde im Jahr 2015?

Auch für 2015 haben wir uns viel vorgenommen. Die Details werden aber in den nächsten sechs Wochen in den Gemeinderäten erst noch besprochen. Eine Reihe von in 2014 begonnenen Investitionen sollen im nächsten Jahr fertig gestellt werden, so das neue Feuerwehrgerätehaus in Colbitz oder das Theater in Zielitz. Neues beziehungsweise längst fälliges wird ab 2015 in Angriff genommen. Hier sind die Sanierung des Altbauteils der Schule in Zielitz oder eine neue Sporthalle in Loitsche zu nennen.

Positive Begleiterscheinung des Autobahnbaus ist der begonnene Ausbau der Feldwege in der Gemarkung Colbitz und Lindhorst, der mit insgesamt 26 Kilometern Länge insbesondere die Radfahrer freuen wird.

Der Landtag hat das Finanzausgleichsgesetz beschlossen. Die Gemeinden bekommen geringere Zuweisungen. Wie wirkt sich das auf Ihre Gemeinde aus?

Nachdem in den Jahren 2013 und 2014 die Gewerbesteuereinnahmen merklich zurückgegangen waren, erhoffen wir uns, dass es ab 2015 wieder bergauf geht. Die Zeichen dafür stehen gut.

Die Kürzung der Landeszuweisungen treffen Angern, Burgstall, Colbitz und die Westheide. Wir werden aber auch 2015 ausgeglichene Haushalte präsentieren können, ohne die Abgaben zu erhöhen. Auch freiwillige Leistungen sind finanzierbar, jedoch werden die Spielräume enger. Für die Gemeinden Loitsche-Heinrichsberg, Rogätz und Zielitz spielen die Kürzungen der Landeszuweisungen keine Rolle. Da diese Gemeinden keine Schlüsselzuweisungen bekommen, kann auch nichts gekürzt werden. Problematisch sind hier eher die steigenden Umlagen.

Es hat es sich als richtig erwiesen, die Möglichkeiten bei der Haushaltsplanung in den vorangegangenen Jahren nicht vollständig auszuschöpfen, sondern Rücklagen zu bilden. So konnten und können wir unsere Standards halten. Deshalb sehe ich uns für die Zukunft gewappnet und bin für das Kommende optimistisch.

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