Mehr als zwei Jahre haben die Ivenröder gebraucht, um ihren Dorfteich wieder auf Vordermann zu bringen. Doch nun freuen sich besonders die Angler über das Ergebnis.

Ivenrode l Viel Kraft und Zeit haben die Ivenröder Angelfreunde in den vergangenen Monaten in die Wiederherrichtung des Ivenröder Dorfteiches investiert. Doch die eigentliche Aktion zur Sanierung des Teiches begann schon vor mehr als zwei Jahren. Im November 2012 nämlich begannen die Angler mit einem Abfischen des Teiches. Nachdem sich das Wehr als undicht erwiesen hatte und immer mehr Wasser verloren ging, mussten die Fische in einer Rettungsaktion auf andere Gewässer umgesetzt werden, berichtete Burkhard Laurisch, Gewässerwart der Ivenröder Ortsgruppe. Einige Fische wurden vorübergehend sogar in heimischen Teichen betreut. Immerhin rund 1,5 Tonnen Fische, schätzte der Ivenröder, wurden vor der Entschlammung abgefischt.

Im November 2013, also genau ein Jahr nach der Rettungsaktion für die Fische, begann die Entschlammung des Teiches. Meterdicke Schlammschichten mussten ausgebaggert und abtransportiert werden. Immer wieder rutschte der Schlamm nach. Tonnen des zuvor untersuchten und schließlich für unbedenklich erklärten Schlammes landeten auf dem alten Sportplatz, wurden dort ausgefahren und begradigt.

"Da uns Anglern der Dorfteich sehr am Herzen liegt, um dort vor allem Kinder und Jugendliche an unser Hobby heranführen zu können, bemühten wir uns um einen Pachtvertrag mit der Gemeinde für das Gewässer", erzählte Burkhard Laurisch. Im Januar 2014 war es soweit, ein entsprechender Vertrag konnte unterzeichnet werden. "Kinder haben hier einen guten Zugang zu den Angelplätzen", freute sich der Gewässerwart.

Ab Mai konnte der Teich nach seiner Fertigstellung wieder angestaut werden, doch es sollte noch einige Zeit vergeben, bis wieder genügend Wasser vorhanden war.

"Im Juli gaben wir der Einfriedung einen neuen Farbanstrich, anschließend sorgte die Gemeinde für neue Rohre, so dass die Einfriedung auch wieder sicher gestaltet werden konnte", meinte der Gewässerwart der Ortsgruppe.

Im vergangenen Monat fanden nun Schleie, Barsche und Goldkarauschen eine neue Heimat im Ivenröder Dorfteich. Dank des gemeinsamen Gewässerfonds des Kreisanglervereins kamen neue Fische, die zuvor eine lange Reise aus der Gersfelder Fischzucht in der Rhön hinter sich gebracht haben, hinzu.

"Jedes Jahr besorgt der Kreisangelverein Jungfische für rund 10000 Euro für den Neubesatz seiner offiziellen Angelgewässer", sagte Kreisgewässerwart Thomas Franz. Neben Ivenrode kamen beispielsweise auch Angelfreunde aus Hundisburg und Emden, um sich Jungfische aus den großen Containern zu sichern. Zügig werden die Fische dann nach einer kurzen Umgewöhnungsphase an das neue Wasser wieder eingesetzt.

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