Tempo, Tricks und tolle Tore hat es beim Fußballturnier zum Jahreswechsel gegeben. Beim Hallenkick in Rätzlingen sind nur Gewinner am Ball. Im Mittelpunkt steht der Spaß am Sport, die Fairness und das familiäre Miteinander.

Rätzlingen l Ausgelassene Stimmung herrscht in der Sporthalle der Rätzlinger Grundschule.

Das Fußballturnier gibt es schon seit über 20 Jahren. Spieler aus Kathendorf, Bösdorf, Lockstedt, Grauingen, Etingen und Rätzlingen haben die Her-ausforderung angenommen.

"Es gibt keine Verlierer, sondern einfach nur schöne Spiele. Obwohl es nicht um einen Aufstieg oder einen Pokal geht, ist natürlich auch eine große Portion Ehrgeiz dabei. Gerade die älteren Kicker wollen beweisen, dass sie längst noch nicht zum alten Eisen gehören", sagt Lothar Meinicke, Mitglied im Vorstand des Sportvereins (SV) Etingen/Rätzlingen.

Angstgegner gibt es beim Turnier zum Jahreswechsel nicht, denn die drei Mannschaften werden ausgelost. Das heißt, dass die trainierten Mannschaftsspieler in einem Team Seite an Seite mit den Freizeitsportlern dem Ball nachjagen. Die Fußballer auf dem Spielfeld kämpfen trotzdem erbittert auch in der Doppelrunde um jeden Ballgewinn. Die Zuschauer feuern die Akteure lautstark an.

"Aktive und nichtaktive Kicker spielen hier aus Spaß an der Freude Fußball. Dabei ist es ganz egal, ob sie im Verein sind oder nicht. Heute geht es sehr familiär zu", beschreibt Meinicke die Motivation der Kicker. Seit 1921 gibt es den Sportverein schon. Seit 1971 gehört Meinicke zur sportlichen Gemeinschaft. So manche Höhen und Tiefen des Vereins hat er miterlebt. Schon längst kommen nicht mehr alle Fußballer nur aus Etingen und Rätzlingen, sondern viele auch aus den umliegenden Orten.

"Nachwuchs ist in unserem Verein immer willkommen", betont der Initiator des Turniers. Er bedankt sich bei den engagierten Vereinsmitgliedern und im Besonderen bei denen, die sich um die Kinder und Jugendlichen kümmern. Ein großes Lob geht auch an die Eltern der jungen Fußballer, die ihre Kinder oft viele Kilometer weit zu den Spielen fahren und so viel Zeit investieren.

"Toi, Toi, Toi - den Umständen entsprechend geht es dem Verein, der um die 200 Mitglieder hat, gut. Über die Probleme wollen wir heute nicht sprechen", erklärt Meinicke. Um den Zusammenhalt zu stärken, soll es Ende Februar wieder einen Sportlerball geben.

Auch die Familien der Kicker sind beim Turnier dabei. Während die Kinder am Spielfeldrand rumtoben, servieren die Frauen ihren selbst gebackenen Kuchen. "Unsere Männer mögen es auch süß", versichern die Bäckerinnen.

Nach über drei Stunden pfeift Meinicke das Turnier ab. "Wir haben faire Spiele gesehen", bilanziert der alte Fußball-Hase zufrieden.

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