Jersleber See (kkl) l Die Dreikönigstreffen der FDP haben Tradition. Die Liberalen der Börde deklarieren ihr Treffen als Neujahrsempfang, den sie stets unter einem anderen Leitmotiv veranstalten. Diesmal lautete das Motto "Tourismus sowie die Chancen, die der Region durch neue Förderrichtlinien entstehen können".

Aus diesem Grund hatte die FDP das neue Empfangsgebäude des Naherholungszentrums Jersleber See als Tagungsort ausgesucht, wo der Vorsitzende des gastgebenden FDP-Ortsvereins Barleben, Hans-Jürgen Knust, knapp 30 Gäste begrüßte. Unter ihnen auch Erika Tholotowsky, Vorsitzende der Leader-Aktionsgruppe Colbitz-Letzlinger Heide.

Der Kreisvorsitzende René Gehre verwies dann auch darauf, dass das Empfangsgebäude mit Fördermitteln aus dem Leader Aktionsprogramm gebaut wurde. Er betonte außerdem, dass die Förderung des Tourismus im ländlichen Bereich auch in Zukunft hohe Priorität in der Kommunalpolitik genießen muss: "Das bedeutet nicht nur Stärkung der mittelständischen Wirtschaft, sondern bietet, wie das Beispiel Jersleber See zeigt, den Menschen nicht nur aus der Region ein Mehr an Lebensqualität."

Franz-Ulrich Keindorff, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, erinnerte daran, dass für das Empfangsgebäude 100000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt wurden. Er mahnte aber auch an, dass die neuen Richtlinien für die Förderung des Tourismus für den Zeitraum 2014 bis 2020 durch die Landesregierung noch bis heute nicht auf den Weg gebracht wurden.

"Für die Leader Aktionsgruppe aber gar kein Grund, untätig abzuwarten", so Erika Tholotowsky. "Im Gegenteil, wir haben bereits Arbeitsgruppen gebildet und fünf Flyer erstellt, die für Besucher ein guter Kompass sind, um rund um die Colbitz-Letzlinger Heide auf Entdeckungsreise zu gehen."