Mit Selbstbewusstsein haben die Dorster auf Einladung des Kultur- und Heimatvereins beim Neujahrsempfang das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Sie haben sich mit dem kleinen Fest bei den engagierten Bewohnern des Ortes bedankt und sind optimistisch in das Jahr 2015 gestartet.

Dorst l Die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins Dorst hatten die Einwohner der 170 Seelengemeinde zu einem kleinen Neujahrsempfang eingeladen. Über 50 Vertreter aus allen Generationen kamen zum Stelldichein. Bei diesem Empfang gab es nicht - wie in der großen Politik üblich - lange Reden, Sekt und Häppchen, sondern vor dem Schloss gab es eine kurze und herzliche Begrüßung. Es wurden frischgebackene Waffeln, Glühwein, Schmalzstullen und Bockwürste gereicht. Statt im herrschaftlichen Schloss wurde im dritten Jahr in Folge die Garage der Familie Pankratz zum Dreh- und Angelpunkt. Und die ausgediente Waschküche der Pankratzs verwandelte sich kurzerhand in eine Waffelbäckerei. "Diese Garage ist unsere heimliche Kunsthalle. Es ist das kleine Herrenhaus gleich neben dem großen Schloss", verrieten die Dorster und zeigten auf die gemalten Bilder, die 2011 nach der 700-Jahr-Feier an den Wänden der Garade einen trockenen Platz gefunden hatten.

"In erster Linie geht es uns heute darum, dass wir gemeinsam das neue Jahr begrüßen und einen anregenden Gedankenaustausch führen. Außerdem wollen wir den Zusammenhalt der Generationen stärken und uns bei allen engagierten Leuten bedanken", erklärte Vereinsvorsitzende Kerstin Wiener. Gespräche wurden geführt über das, was im letzten Jahr gut oder auch nicht so gut gelaufen ist. In so einem kleinen Ort muss sich schließlich einer auf den anderen verlassen können. "Wir haben zwei neue Familien in Dorst, die heute mit uns feiern", sagte die Vorsitzende und freute sich im Besonderen, dass mit den neuen Bürgern auch wieder mehr Kinder in den Ort gekommen sind. Auch Lukas Weber, der eigentlich in Calvörde zu Hause ist, fühlt sich bei den Großeltern in Dorst sehr wohl. "Hier habe ich viele Freunde, mit denen ich spielen kann", verriet der Achtjährige.

"Wir hören heute, was die Menschen sich für 2015 vorgenommen haben. Wir verkünden natürlich auch, was der Verein, der im Moment 19 Mitglieder hat, plant", sagte Kerstin Wiener. Ein Fackelumzug ist am 30. April der nächste öffentlichen Höhepunkt.

 

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