Der Geistesgegenwart eines Stellwerkers ist es zu verdanken, dass es am Freitagmorgen am Bahnübergang Angern-Rogätz nicht zu einer Katastrophe gekommen ist. Ein Schultaxi mit drei Kindern an Bord war gegen die geschlossene Schranke geprallt und kam erst im Gleisbett zum Stehen.

Angern-Rogätz l Warum der Fahrer des Schultaxis mit drei Grundschülern an Bord die geschlossene Schranke in den frühen Morgenstunden zu spät gesehen hat, ist immer noch unklar. Nach dem Aufprall am Schrankenbalken kam das Fahrzeug ins Schleudern und landete im Gleisbett.

Schranke beschädigt

Zum Glück reagierte der diensthabende Stellwerker richtig und schaltete umgehend die Signalanlage für den herannahenden Zug auf Rot. So kamen alle Beteiligten mit einem gehörigen Schrecken davon. Es entstand lediglich Sachschaden am Auto und an der Schrankenanlage.

Wegen der anschließenden Bergungsarbeiten musste der Zugverkehr auf der Strecke Magdeburg-Stendal vorübergehend eingestellt werden. Da bei dem Unfall der Schrankenbalken aus der Verankerung gerissen wurde, war die Schrankenanlage nicht mehr betriebsfähig. Umgehend schickte die Bahn zwei Streckenposten zum Bahnhof Angern-Rogätz. Jedes Mal, wenn ein Zug gemeldet wurde, sicherten sie den Bahnübergang manuell mit rotweißem Absperrband ab.

Es war nicht der erste Unfall dieser Art am Bahnübergang der L29 zwischen Angern und Rogätz. Deshalb war schon vor einigen Jahren eine Geschwindigkeitsbegrenzung weit vor dem Bahnübergang auf 50 Stundenkilometer festgelegt worden. Allerdings halten sich nicht alle Kraftfahrer daran, obwohl es hier relativ häufig Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei gibt.