Beim Neujahrsempfang in Hörsingen würdigte Ortsbürgermeister Peter Schorlemmer das bürgerschaftliche Engagement der Vereine und vieler Einwohner, die sich um das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Dorf verdient machen.

Hörsingen l Sämtliche Vereine und Institutionen, Bürger, Unternehmer und Gewerbetreibende trauten sich am Sonnabend trotz des tosenden Sturms auf die Straße. Ortsbürgermeister Peter Schorlemmer (CDU) hatte gemeinsam mit seinem Ortsrat zum obligatorischen Neujahrsempfang eingeladen. Allerdings, sagte er zur Begrüßung, hätten einige Gäste von außerhalb kurzfristig noch abgesagt. Silke Wolf, Bürgermeisterin von Oebisfelde-Weferlingen, die SPD-Landtagsabgeordnete Rita Mittendorf und Seniorenhilfe-Geschäftsführer Detlef Schmahl hatten es sich jedoch nicht nehmen lassen, trotz des Sturmes loszufahren.

Im Versammlungsraum der Feuerwehr ließ der Ortsbürgermeister das abgelaufene Jahr noch einmal Revue passieren.

Große Investitionen konnten nicht getätigt werden, aber mit dem lange geplanten Abriss der alten LPG-Tankstelle sei ein weiterer Schandfleck im Ort verschwunden, sagte der Ortschef.

Auch mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED sei Hörsingen auf einem guten Weg. Die größten Stromfresser seien bereits ausgetauscht, die anderen Straßenzüge würden nach und nach hinzukommen. "Wo schon umgerüstet ist, da können wir gut mit leben", sagte Peter Schorlemmer auch mit Blick auf den Widerspruch, den Bürgermeisterin Silke Wolf (Die Linke) nach der jüngsten Stadtratssitzung eingelegt hatte, weil der Stadtrat im Dezember seinen Beschluss, die Straßenbeleuchtung aus Kostengründen teilweise auszuschalten, wieder gekippt hatte. Das sei nicht finanzierbar und stelle sämtliche Modernisierungspläne für die öffentliche Beleuchtung wieder in Frage, so ihre Begründung.

Peter Schorlemmer würdigte in seiner Ansprache einmal mehr vor allem das ehrenamtliche Engagement der Einwohner. Das kulturelle Leben sei ohne die Vereine wie Schützen, Karnevalisten, Sportler oder Institutionen wie die Kirche und die Feuerwehr kaum noch aufrechtzuerhalten.

Engagement der Jagdgenossen

Stellvertretend für viele hob der Ortschef in diesem Jahr die Aktivitäten der Jagdgenossen hervor, die jedes Jahr selbst einen Obolus aus ihrem Fonds spenden. Vergangenes Jahr hatte unter anderem der Angelverein mit seiner vorbildlichen Arbeit für den Nachwuchs davon profitiert.

Große Investitionen wird es mit der Haushaltskonsolidierung, in der die Stadt Oebisfelde-Weferlingen steckt, auch 2015 nicht geben können. Allerdings, so der Hörsinger Ortsbürgermeister, seien die Fördermittel für die Dacheindeckung des Nebengelasses vom Dorfgemeinschaftshaus eingetroffen.

Das Vorhaben könne also umgesetzt werden. Eine Auflage, nämlich eine 2,50 Meter Abstandseinhaltung aus Brandschutzsicht, registrierten die Teilnehmer des Neujahrsempfangs mit einiger Skepsis, weil damit ein ganz großer Teil der jetzigen Überdachung verloren gehen würde.

"Ein paar neue Spielgeräte für unseren Spielplatz würden sich gut machen", sagte Peter Schorlemmer, der kürzlich der Anlage einen Besuch abgestattet hatte. Man müsse sehen, ob und wie da was zu machen sei.

Kümmern werde man sich in diesem Jahr auf jeden Fall weiter um die Flurneuordnung. Gemeinsam mit dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten sei man um eine effektive Aktualisierung bemüht.

Fleißige Einwohner kümmern sich ums Grün

Während Peter Schorlemmer mit der Aufhebung der örtlichen Baumschutzsatzung gut leben könne (diese war in der letzten Sitzung des Stadtrates beschlossen worden), bereite ihm die Erarbeitung einer neuen Friedhofssatzung noch einige Bauchschmerzen. Er fürchtet, dass damit weitere finanzielle Belastungen der Bürger einhergehen werden.

Auf einem guten Weg ist die Gemeinde bei ihren Bemühungen um den Verkauf der ehemaligen Gaststätte an der Hagenstraße, damit dort wieder Leben einziehen könne.

Seinen Dank richtete der Ortschef an alle jene Bürger, die ganz selbstverständlich über das geforderte Maß hinaus vor ihren Grundstücken für Ordnung und Sauberkeit sorgen, und das auch auf öffentlichen Flächen. Längst könne das die Gemeinde allein - gerade in der Wachstumsperiode von Frühjahr bis Herbst - in Ermangelung zusätzlicher Arbeitskräfte nicht mehr stemmen. Die meisten Einwohner würden da sehr aktiv sein.