Auf dem Tisch des Calvörder Gemeinderates liegt eine Liste von Mängeln der Grundschule "Am Wald" in Wegenstedt. Das schwerwiegendste Problem sei die Trockenlegung des Gebäudes. Groß ist die Hoffnung, dass es für dieses Vorhaben und auch für die Gestaltung der Schulsportanlage Fördermittel aus dem Stark-III-Programm gibt.

Calvörde l Auf ein Schreiben des Leiters der Wegenstedter Grundschule "Am Wald" Lutz Handschuh an die Gemeinde machte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Calvörder Gemeinderates aufmerksam. "Der Schulleiter weist darin auf Mängel hin, die uns allen nicht unbekannt sind. Es wurde diesbezüglich der Schule bereits ein Sachstandsbericht über die Bedarfsanmeldung für eine Förderung durch das Stark-III-Programm gegeben", erklärte Schliephake.

Die Trockenlegung des Schulgebäudes sei eine wichtige Angelegenheit, die die Gemeinde in diesem Jahr in Angriff nehmen möchte. Diese Maßnahme ist Bestandteil der Stark-III-Bedarfsanmeldung. Ein weiterer Punkt auf der Mängelliste ist die Rissbildung zwischen beiden Gebäudehälften. "Dieses Vorhaben war eigentlich schon Bestandteil unseres Haushaltes 2014, sollte abgearbeitet werden, wurde aber leider nicht realisiert. Dieses Maßnahme soll 2015 wieder in den Haushalt aufgenommen werden", zog Schliephake Bilanz.

Des Weiteren steht die Rekonstruierung beziehungsweise die Neugestaltung des Schulsportplatzes auf der Mängelliste. Zu diesem Punkt habe er den Mitarbeitern des Bauamtes den Auftrag gegeben, Fördermöglichkeiten zu ermitteln. "Das Programm der Investitionsbank Sportförderung bietet keine Förderung für Schulsportanlagen. Diese Förderung ist einzig und alleine für Vereine angedacht. Es gibt aber die Chance für die Herrichtung einer Kleinsportanlage über das Stark-III-Programm", berichtete Schliephake.

Mit den Bauamtsmitarbeitern habe er abgesprochen, dass die Sportanlage bei der Bedarfsermittlung noch nachbeantragt wird.

Auch ohne Förderung sei bereits die Installation einer Wechselsprechanlage in Auftrag gegeben. "Die Sprechanlage ist keine große Sache, aber sie ist nötig, um die Sicherheit der Kinder im Schulhaus weiter zu erhöhen", erklärte der Gemeindechef.

Gerhard Reinecke (CDU), Ortsteilbeauftragter von Wegenstedt und Mitglied im Gemeinderat, hakte noch einmal nach und wollte wissen, wie weiter mit dem Schreiben der Schule und der notwendigen Maßnahmen verfahren wird. Der Bürgermeister schlug vor, die nächste Sitzung des Bauausschusses bei Tageslicht auf dem Gelände der Wegenstedter Schule stattfinden zu lassen. "Dann können wir vor Ort sehen, worüber wir sprechen", begründete Schliep-hake.

Handschuh betonte: "Die Trockenlegung des Gebäudes ist überaus wichtig. Die Situation im Keller hat sich dramatisch verschlechtert. 2010 haben wir im Gebäude neue Fenster bekommen. Die Nässe steigt im Keller hoch. Durch die neuen dichten Fenster hat das Gebäude ein neues Mikroklima. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Keller wirkt sich weiter aus. Die Schäden sind deutlich sichtbar", schilderte Handschuh und verwies auf die Farbe, die im Keller von den Wänden abblättert. "Maßnahmen zur besonderen Belüftung ändern die Situation nicht. Es muss etwas gemacht werden. Fachleute müssen von außen die Wände trockenlegen", beschrieb der Schulchef.