Noch stehen keine genauen Summen fest, doch der Vorstand des Bürgervereins Weferlingen ist sich schon jetzt sicher, dass die beträchtlichen Schäden nur Stück für Stück behoben werden können. Ein erstes Gutachten liegt vor.

Weferlingen (aro) l Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth an der evangelischen St.-Lamberti-Kirche sanieren zu lassen, darum bemühen sich die Mitglieder des Bürgervereins Weferlingen seit einigen Jahren. Ein Vertrag mit dem Gemeindekirchenrat gibt dem Verein die Möglichkeit, alles zu versuchen, um dieses in Norddeutschland einzigartige barocke Bauwerk auch für künftige Generationen zu erhalten.

Die ersten Schritte sind getan. Mit finanzieller Unterstützung vom Landkreis Börde wurde ein Gutachten möglich, das einen Teil der Schäden deutlich macht. Auch erste Sicherungsmaßnahmen musste der Bürgerverein bereits vornehmen lassen, damit sich von den Aufbauten auf dem Dach nichts löst und herunterfällt. Bevor eine Figur mit Spanngurt befestigt wurde, musste das Dach abgedichtet werden.

Die Diplom-Restauratorin Sarah Hanini hat das Mausoleum komplett inspiziert und jedes Stück nach seinem Erhaltungszustand und Sanierungsbedarf katalogisiert. Die Schäden sind beträchtlich. Und noch liegen nicht alle Erkenntnisse zu den notwendigen Arbeiten vor. Vereinsvorsitzender Gerald Wolters hat das umfangreiche Gutachten im erweiterten Vereinsvorstand vorgestellt. Bevor diese Arbeiten nicht ausgeführt sind, kann nicht an die Restaurierung der vor längerer Zeit vom Dach abgestürzten Figur gedacht werden, stellte er fest.

Der Bürgerverein bittet daher weiter um finanzielle Spenden, er wird auch wie in den Vorjahren weiter Aktionen starten, um so weitere Mittel für die Sanierung anzusparen. Sobald ein Sanierungsabschnitt finanziell erfasst werden kann, wird der Verein sich bemühen, Fördermittel aus verschiedenen Töpfen zu beantragen.

Ein anderes Vorhaben soll in diesem Jahr noch angepackt werden. Dabei geht es um die Erhaltung der Schmetterlingssammlung von Alfred Fischer, die im Heimat- und Apothekenmuseum aufbewahrt ist. Viele der Exponate sind bereits stark beschädigt. Um weitere Schäden abzuwenden, hat der Verein mit Unterstützung der Entomologischen Gesellschaft Magdeburg vor, die Sammlung zu überarbeiten. Die einzelnen Ausstellungskästen mit den Schmetterlingen und Käfern wurden auf Rat der Fachleute bereits einige Zeit tiefsten Temperaturen ausgesetzt, um Schädlinge abzutöten. Die Magdeburger Entomologen wollen nun die Kästen nach und nach durchsehen, Exponate ersetzen oder ergänzen und vor allem mit Namen versehen.

Nächster Termin des Vereins ist der Tee-und-Tratsch-Abend am Donnerstag, 29. Januar, um 18.30 Uhr im Museum. Alexander Burggräf wird erzählen, wie man mit Pflanzenkraft gut durch den Winter kommt.

Spenden für das Mausoleum können eingezahlt werden unter DE94271900820798139200 und BIC: GENODEF1HMS, Kennwort: Mausoleum.