Es dauert schon viel zu lange, meint der Weferlinger Ortschaftsrat, und beantragt deshalb eine schnelle Versetzung des Zauns sowie das Anbringen des Ballfangnetzes für die Grundschule.

Oebisfelde-Weferlingen l Mit zwei Anträgen zur Grundschule Weferlingen hat sich der Ortschaftsrat von Weferlingen am Dienstag an den Stadtrat von Oebisfelde-Weferlingen gewandt.

Ortsbürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU) beantragte zum einen das Versetzen der Zaunanlage vor der Grundschule, deren Funktion sich mit dem Schließen des fußläufigen Durchganges vom Kirchplatz zum Platz der Jugend erledigt hat.

Wegen der angespannten Haushaltssituation und dem noch nicht vorliegenden Haushalt schlagen die Weferlinger vor, die finanziellen Mittel in Höhe von 2200 Euro aus dem Fonds des Sanierungsgebietes zu nehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder rückzuführen. Eile sei geboten, meinte der Weferlinger Ortschef, weil sich die Zaunanlage am besten in den bevorstehenden Februarferien versetzen ließe, wenn kein Schulbetrieb herrscht.

Zum anderen bezieht sich ein zweiter Antrag des Ortsrates, der am Montag in einer eilig einberufenen nicht öffentlichen Beratung zusammengetreten war, auf die Anbringung eines Ballfangnetzes am Schulhof der Planschule, um den Kindern in ihren Pausen das Ballspielen wieder zu ermöglichen. Das war nach Beschwerden, die Bälle würden auf Nachbargrundstücke und insbesondere auf den anliegenden, befahrenen Kirchplatz fliegen und so eine Gefahr darstellen. Hierfür setzt der Ortsrat einen klaren Termin, nämlich den 15. Februar, weil das Vorhaben auch am besten in den Winterferien umzusetzen ist.

Kann die Stadt den Anbau in diesem Zeitraum nicht tätigen, so "bitten die Ortschaftsräte um entsprechende Information und um die Erlaubnis, dass Mitglieder des Fördervereins der Grundschule das Ballnetz selbsttätig anbringen dürfen". Der Förderverein der Grundschule hatte sich bereits bei der Beschaffung des Ballnetzes ins Zeug gelegt und dieses auch bezahlt.

Im Bemühen um eine bauliche Lösung für die Grundschule war Stadträtin Kerstin Dörfel (CDU) während der letzten Stadtratssitzung im alten Jahr davon ausgegangen, dass die Grundschule Bestandteil des Gebietsänderungsvertrages war und demnach Priorität bei der Umsetzung haben müsste. Dem widersprach am Dienstag Bürgermeisterin Silke Wolf (Die Linke). Die Grundschule sei nicht Bestandteil der Projektes des Gebietsänderungsvertrages gewesen. Darin enthalten waren die Stahltreppe für den Bergfried (Eigenanteil der Stadt rund 40000 Euro), der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses (Fertigstellung) und die Mauerwerksanierung der Burgruine (147000 Euro). Darüber hinaus hatte die Stadt das Vorhaben des Kindercampus in freier Trägerschaft der Seniorenhilfe Haldensleben mit insgesamt 400000 Euro als Eigenanteil bezuschusst.

Die Verwaltung hatte als Beantwortung der Anfrage von Kerstin Dörfel mehrere Auszüge aus den Vorhaben für die Stadträte zusammengestellt.