Colbitz l An der Anschlussstelle Wolmirstedt überlegen sich viele Kraftfahrer in Richtung Norden, ob sie geradeaus weiter und dann durch Colbitz fahren oder ob sie das fast sechs Kilometer lange Teilstück der A14 nutzen und damit den Ort umfahren. Seit Freitag werden sie auf der Beschilderung darauf hingewiesen, dass sie über das erste in Sachsen-Anhalt fertiggestellte Teilstück der A14-Nordverlängerung nicht nur Richtung Schwerin, sondern auch nach Stendal kommen.

"Vielleicht können wir so noch mehr Kraftfahrer dazu bewegen, dass sie Colbitz umfahren und den Ort weiter vom Durchgangsverkehr entlasten", hofft Steffen Kauert, A14-Projektleiter bei der Landesstraßenbaubehörde.

Ebenso wie an der Anschlussstelle Wolmirstedt brachten Mitarbeiter der beauftragten Hallenser Firma Horn Baustellensicherung auch ergänzende Hinweise auf Schildern am Kreisverkehr an der Anschlussstelle Colbitz an. An diesem Kreisverkehr treffen die Bundesstraße 189, sowie die beiden Kreisstraßen K1142 und K1174n aufeinander. Die ergänzenden Hinweise auf der Beschilderung richten sich vor allem an ortsfremde Autofahrer aus Richtung Norden, die so erfahren, dass sie über die Autobahn auch nach Magdeburg kommen. In vielen Navigationsgeräten gibt es das Autobahnteilstück noch gar nicht.

"Ich hoffe, dass damit die gefühlte Belastung durch den Durchgangsverkehr für die Colbitzer zurückgeht", kommentierte Bürgermeister Eckhard Liebrecht (parteilos), der sich bei den Verkehrsbehörden für die kurzfristige Reaktion bedankte.

Zählungen hatten ergeben, dass der Durchgangsverkehr durch Colbitz seit Öffnung der Autobahn von rund 14800 auf 10300 Fahrzeuge pro Tag zurückgegangen ist.