Schackensleben (dpa) | Sechs Menschen sind am Sonntag bei einem Unfall auf der A2 nahe Schackensleben (Börde) verletzt worden, einige davon schwer. Wie die Polizei mitteilte, war ein 44-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Auto ungebremst in ein Stauende gefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurden mehrere Fahrzeuge aufeinandergeschoben. Der Wagen des 44-Jährigen überschlug sich und blieb auf der Überholspur auf dem Dach liegen. Das Trümmerfeld zog sich über zweieinhalb Fahrbahnen der dreispurigen Autobahn hin.

Autobahnpolizisten sprachen von einem "unbeschreiblichen Verhalten" unbeteiligter Autofahrer. Sie hätten sich über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigedrängelt. Rettungskräfte hätten dies schließlich beendet, indem ein Streifenwagen auf den Standstreifen gestellt wurde. Die Polizei leitete Verfahren wegen unterlassener Hilfeleistung ein und startete einen Zeugenaufruf.

Die A2 war mehrere Stunden in Richtung Berlin gesperrt. Angaben zur Schadenshöhe machte die Polizei nicht. Insgesamt sprach die Polizei von einem eher ruhigen Wochenende in Sachsen-Anhalt. Von Freitag bis Samstag wurden landesweit 406 Verkehrsunfälle mit 36 Verletzten registriert. Am Sonntag wurde das Unfallaufkommen bis zum Nachmittag auf bis zu 75 Crashs mit neun Verletzten geschätzt.

So wurden am Sonntag zwei Autofahrerinnen bei einem Zusammenstoß in Halle verletzt. Laut Polizei hatte eine der beiden das Rotlicht einer Ampel übersehen. Ihr Wagen stieß mit dem Fahrzeug einer anderen Frau zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde ein Auto gegen einen Lichtmast geschleudert. Beide kamen verletzt in ein Krankenhaus.

Bereits am Samstag kollidierte eine 35 Jahre alte Frau auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Drei Annen Hohne (Harz) mit einem Zug der Harzer Schmalspurbahnen. Der Lokführer konnte den Crash nicht mehr verhindern. Der Sachschaden wird auf rund 4500 Euro geschätzt.

In Trautenstein (Harz) auf der B242 verunglückte auf schneeglatter Straße am Samstag ein Magdeburger Ehepaar. Der 65 jährige Fahrer war laut Polizei zu schnell unterwegs, kam ins Schleudern und landete auf dem Dach im Graben. Er und seine 64-jährige Frau blieben unverletzt. Auf 7000 Euro bezifferte die Polizei den Sachschaden.