Für sein erfolgreiches Wirken zur Entwicklung des Judosports und im Besonderen für die hervorragende Arbeit mit Jugendlichen hat Ernst Zajonz beim Neujahrsempfang die Ehrenspange der Gemeinde Calvörde bekommen. Zu den Gratulanten gehörten Verkehrsminister Thomas Webel, Landrat Hans Walker und Ralf Geisthardt, Präsident des Kreissportbundes.

Calvörde l Zum zweiten Mal wurde beim Neujahrsempfang die Ehrenspange der Gemeinde Calvörde verliehen. Ziel dieser Auszeichnung sei es, engagierte Menschen aus der Mitte der Gemeinde zu ehren. Die Verdienste der zu Ehrenden liegen auf ganz unterschiedlichen Gebieten, aber immer gehe es um Menschen, die sehr viel Zeit und Energie aufbringen, um etwas für ihre Mitmenschen zu tun.

Die erste Ehrenspange hatte 2012 Gudrun Mitschke, ehemalige Leiterin der Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde-Calvörde, für ihr erfolgreiches Wirken in der Verwaltung und in der Kommunalpolitik bekommen.

Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) machte es spannend und verriet vorerst nur: "Unser Blick fällt heute auf jemanden, der sich hervorragend auf dem Gebiet des Sportes verdient gemacht hat. Der Kampfsport Judo ist seine Leidenschaft."

Schnell war allen Anwesenden klar, dass die Rede von Ernst Zajonz war, der in Klüden zu Hause ist. Er selbst schien völlig verblüfft. Zuvor herrschte nämlich oberste Geheimhaltungsstufe. Keiner der Gemeinderäte und der Verwaltungsmitarbeiter hatte etwas verraten, schließlich sollte der Geehrte überrascht werden. Dies war gelungen.

Judo und Calvörde - das habe durch das Wirken des Übungsleiters Zajonz seit Jahren Tradition. Bereits als 16-Jähriger habe Zajonz mit dieser Sportart begonnen und ist ihr bis heute treu geblieben. Auf seine Initiative wurde 1974 die Arbeitsgemeinschaft "Judo" der Calvörder Schule gegründet, die zum Polizeisportverein Gardelegen gehört.

"Damit legte er einen entscheidenden Grundstein für die Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Calvörde und traf damit voll ins Schwarze. Mit wachsender Beliebtheit trainieren nun bereits über vier Jahrzehnte zwei Mal in der Woche rund 40 Kinder- und Jugendliche aus Calvörde und Umgebung mit Freude und Ausdauer diese Disziplin auf der Matte unter der Regie ihres qualifizierten Übungsleiters", lobte der Bürgermeister.

Zajonz wäre seinen "Schäfchen" ein Vorbild, weil er ihnen wertvolle Charaktereigenschaften vorlebt. "Sein Ziel ist es , erzieherisch zu wirken. Die Kinder, die bei ihm trainieren, lungern nicht auf der Straße herum", weiß Schliephake. Beim Training werde das soziale Miteinander gestärkt. "Einer fühlt sich für den anderen verantwortlich. Die erfahrenen Judokas trainieren unter den fachlichen Augen des Übungsleiters die jüngeren Sportfreunde. Es wird hart trainiert. Viele Erfolge können die Kinder aufweisen", erzählte Schliephake.

Von 1990 bis 2014 gingen zum Beispiel aus der Arbeitsgemeinschaft 20 Landesmeister in den verschiedenen Altersklassen hervor. "Wenn er auch ein strenger Trainer ist, so hat er doch eine lockere Art, die Kinder bei der Stange zu halten", schwärmte der Gemeindechef. Bereits elf Mal richteten die Judokas die Wettkämpfe um den "Ohrepokal" aus und holten so viele Mannschaften nach Calvörde.

2006 wurde Zajonz bereits mit der Ehrennadel in Silber vom Judoverband Sachsen-Anhalt und 2008 mit der Ehrennadel in Gold des Landessportbundes ausgezeichnet.

Schliephake steckte dem Geehrten die Spange an den Pull- over und überreichte ihm die Urkunde und Blumen. Dann trug sich der Klüdener in das Ehrenbuch der Gemeinde Calvörde ein.

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