Das neue Tourismuskonzept für den Drömling ist weit vorangetrieben worden. Im Kunrauer Schloss wurde eine ermutigende Zwischenbilanz gezogen. Doch es bleibt noch viel zu tun bis zum 9. Juli, dann wird das Konzept in Gänze in der Gemeinde Calvörde vorgestellt.

Kunrau l Dass es ein Vermarktungskonzept werden muss, das die Aufmerksamkeit von Liebhabern des sanften Tourismus anspricht, das wurde im Verlauf der Präsentation der Zwischenbilanz dieses Vorhabens nur allzu deutlich. Als fachkundiger Wegbereiter der Arbeitsgruppen (AG) unter Federführung des Naturparks Drömling stellten Sonja Licht und Matthias Behrens-Egge von der Tourismus- und Regionalberatung aus Hannover diese Halbzeitbilanz vor.

Das Unternehmen hatte aufgrund von Ergebnissen der Arbeitsgruppen und mittels eigener Umfragen entsprechende Zielvorgaben vorgeschlagen, die vorhandene strukturelle Ressourcen nutzen und mit allen Angeboten als regionale Urlaubsregion punkten sollen.

Aus den Ergebnissen einer Gäste- und Einwohnerbefragung (siehe Grafik) favorisieren die AG und das Beratungsunternehmen eine Vernetzung der Interessenten, Vermarktung aller Sehenswürdigkeiten und kulturellen wie gastronomischen Angebote aus einer Hand, beispielsweise mittels einer zentralen Touristik-Information. Es gibt aber durchaus schon Konkretes: Der Leiter der Naturparkverwaltung, Fred Braumann, erläuterte das Vorhaben, vier regionale Radtouren (siehe Grafik) als Premium-Radwanderweg und mit Verbindungen zu nationalen Radwanderstrecken zu vermarkten. Eine entsprechende Karte wird bis zum Sommer druckfrisch erscheinen. Diskutiert wird derzeit noch über einen Premium-Reitwanderweg.

Regionale Produkte sind Zugpferde im Marketing

Auch wird über einen zentralen Veranstaltungskalender beraten, auf den jederzeit aus dem Internet unter einer einheitlichen Adresse und auch verlinkt viele Anbieter zugreifen können.

Federführend widmet sich ein junger Verein

Ein junger Verein wird sich den kulturellen Angeboten federführend widmen. Der Vorsitzende des in Kunrau beheimateten Kulturklubs Drömling, René Schneider, signalisierte, dass der Verein diese und zukünftige Angebote der Interessengemeinschaft bündeln wird. Um die Kirchen und deren Schönheiten sowie die Burgen ins rechte Licht für Touristen zu setzen, signalisierten Pfarrer Bernd Schulz aus Steimke und ein Vertreter des Weferlinger Kulturvereins ihre Mitarbeit. Klötzes Bürgermeister Matthias Mann war mit dem bisher Erreichten zufrieden. In den nächsten Gesprächen mit den am Projekt beteiligten Städten und Gemeinden werde sicherlich ein Konsens für die Unterstützung des Konzepts zu finden sein. Schließlich gewinnen alle Beteiligten dabei, zeigte sich Mann überzeugt.

Schwierig entwickle sich die Zusammenarbeit mit der Gastronomie, merkte Sonja Licht an. Doch das Vermarkten von regionalen Reisezielen und das Angebot regionaler Produkte aus dem Drömling, wie etwa Räucherwaren, Honig, Wasserbüffel, Obst und Natur, sei als Identifikation mit nachhaltigem Wohlgefühl für Touristen kommentarlos notwendig.

 

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