Für die Fertigstellung der Haldensleber Grundschule "Erich Kästner" visiert das Stadtbauamt mittlerweile den kommende Mai an. Das sind neun Monate später als ursprünglich geplant. Baupannen haben für die Verzögerung gesorgt.

Haldensleben l Noch steht der März als Fertigstellungstermin für die Sanierung der Grundschule "Erich Kästner" auf dem Süplinger Berg. Zu halten sein wird er aber nach Ansicht von Holger Waldmann, Abteilungsleiter für Hoch- und Tiefbau im Stadtbauamt, aber wohl nicht. "Laut Zuwendungsbescheid für die Fördermittel, die in der Schule verbaut werden, ist als Fertigstellungstermin inzwischen der März 2015 genehmigt worden", nennt er den aktuellen Stand. Doch weil es angesichts der derzeitigen Witterungsbedingungen eine Baupause im Außenbereich gibt, ist eine weitere zeitliche Verlängerung der Arbeiten notwendig. "Wir müssen nun mit dem Fördermittelgeber - der Investitionsbank - über eine Bauverlängerung bis Ende Mai sprechen", räumt Waldmann ein.

Erste Räume werden bereits eingerichtet

Ein Wasserschaden im Spätsommer des vergangenen Jahres ließ den ohnehin schon mehr als knapp bemessenen Zeitplan vollends aus dem Ruder laufen. Auch wenn die sichtbaren Schäden relativ zügig beseitigt werden konnten, für den Weiterbau musste die Baustelle erst wieder trocknen. Mittlerweile jedoch werden die Klassenräume in der Schule hergerichtet und auch schon eingeräumt. "Mit den Klassen, den Fluren und den Sanitäranlagen werden wir überwiegend Ende März fertig sein", ist Waldmann optimistisch. Welche Räume als erstes zur Nutzung freigegeben werden, soll in Absprache zwischen Bauamt und Schulleitung erfolgen.

Von außen jedoch zeigt sich die Schule noch komplett eingerüstet. "Wir sind mit der Fassadendämmung noch nicht fertig. Da müssen wir wohl jetzt bis Mitte März warten, denn für die Arbeiten ist eine bestimmte Mindesttemperatur notwendig", sagt Holger Waldmann.

Verzögerung beim Bau des neuen Atriums

Die Probleme mit der Dachabdichtung scheinen dagegen gelöst. "Die Arbeiten sind erfolgt", so der Abteilungsleiter. Doch weil sie nicht termingerecht fertig waren, verzögert sich der Innenausbau des Atriums. Und auch dann heißt es wieder warten: Erst muss der verlegte Estrich im Atrium trocknen, bevor weiter gearbeitet werden kann. "Und auch die Parkettverklebung dauert dann ihre Zeit", weiß der Baufachmann. Deshalb hält er ein Ende der Bauarbeiten im Mai für realistisch.

Noch kann Waldmann nicht erkennen, ob sich die neuerlichen Bauverzögerungen auch finanziell niederschlagen würden. "Momentan bewegen wir uns im Budget", versichert er. Allerdings ist das schon lange nicht mehr das Budget von 2,4 Millionen Euro, das ursprünglich für die Schulsanierung vorgesehen war. Auch den bereits kurz nach Baubeginn im Juli 2013 auf 2,56 Millionen Euro erhöhten Kostenrahmen schätzte Bauamtsleiter Ralf Krupp-Aachen schon im Januar 2014 als "nicht mehr realistisch" ein. Wo das Bauvorhaben finanziell am Ende ankommen wird, werden wohl erst die genauen Abrechnungen zeigen, die dann ab Mai erstellt werden.