KleinOschersleben/Hornhausen l Stimmt der Kreistag dem Bauvorhaben und dem nötigen Nachtrag im Kreishaushalt zu, soll die Förderschule "An der Bode" in Klein Oschersleben erweitert werden. Mit der Erweiterung werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Förderschüler nur noch in Klein Oschersleben und nicht mehr in Hornhausen beschult werden.

Am 14. Mai des vergangenen Jahres beschloss der Kreistag den Zusammenschluss der beiden Förderschulen für Lernbehinderte "An der Bode" in Klein Oschersleben und Bördelandschule Hornhausen mit der Wirkung zum 1. August 2015. Mit Beginn des aktuellen Schuljahres fusionierten die beiden Schulen bereits, unterrichtet wird jedoch nach wie vor an den beiden angestammten Standorten. In der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses berichtete jüngst Heinrich Schulze, Leiter des Sachgebietes Kultur und Schulen der Landkreisverwaltung, welche baulichen Veränderungen am Standort Klein Oschersleben umgesetzt werden müssen, damit in Zukunft die Schule in Hornhausen geschlossen und in Klein Oschersleben Platz für alle Förderschüler mit einer Lernbehinderung geschaffen werden könne. Heinrich Schulze berichtete den Ausschussmitgliedern über den geplanten Erweiterungsbau. "Wir haben für Klein Oschersleben eine Lösung gesucht und mit einem geplanten Systembau auch eine Lösung gefunden", erklärte Schulze. "Mit dem Systembau werden fünf neue Klassenräume einschließlich Toilettenanlage geschaffen." Heinrich Schulze stellte zugleich klar, dass die neuen Räume nicht an das vorhandene Schulgebäude angebaut werden, sondern einen gesonderten Platz innerhalb des Schulgeländes bekommen. Platz genug sei auf dem Areal der Schule vorhanden.

Die Erweiterung des Fördeschulzentrums für Lernbehinderte "An der Bode" in Klein Oschersleben werde nun in der nächsten Kreistagssitzung vorgestellt und müsse von den Kreistagsmitgliedern bestätigt werden. Auch müsse ein Nachtrag für den Haushalt auf den Weg gebracht werden, um das Bauvorhaben finanziell abzusichern. Kommt vom Kreistag grünes Licht, sehe die weitere Planung vor, dass schon im 1. Quartal des nächsten Jahres der Erweiterungsbau bezogen werden solle.

Derzeit gehe man von 140 Förderschülern aus, die künftig in Klein Oschersleben gemeinsam lernen sollen. "Diese Zahl ist allerdings nur geschätzt", gibt Heinrich Schulze zu. Niemand könne heute sagen, wie viele Jungen und Mädchen inklusiv an ihren Regelschulen unterrichtet werden und wie viele von ihnen an die Förderschulen in Klein Oschersleben kommen. "Das macht die Planung nicht ganz einfach", so Schulze.