Die Oebisfelder Ortsgruppe der Volkssolidarität hat einen neuen Vorstand. Vorsitzende ist Gabi Neumann. Der alte Vorstand war nach Querelen zurückgetreten. Die neue Leitung wurde auf der Mitgliederversammlung im Mehrgenerationenhaus vorgestellt.

Oebisfelde (jsn) l "Wir haben ein Jahr voller Probleme hinter uns", gab Heidi Fritsch im Oebisfelder Mehrgenerationenhaus zu. Die stellvertretende Geschäftsführerin des Regionalverbandes Ohre-Börde der Volkssolidarität war zur Mitgliederversammlung der Oebisfelder Ortsgruppe gekommen und wollte nicht die Probleme verheimlichen, die es dort im vergangenen Jahr gab.

So waren nahezu alle Mitglieder des an die Volkssolidarität gekoppelten Seniorenchores als Mitglieder ausgetreten, zudem hatte es erhebliche Differenzen zwischen der Kreisgeschäftsleitung und dem Vorstand gegeben. Im neuen Jahr wolle man jedoch nach vorne blicken und die Probleme hinter sich lassen, so Heidi Fritsch.

"Wir ziehen einen Strich unter das vergangene Jahr", brachte die Vize-Chefin des Regionalverbandes Ohre-Börde ihre Gedanken auf den Punkt. Gemeinsam mit Gunnar Rieß, Koordinator der Volkssolidarität, stellte sie den neuen Vorstand für die Ortsgruppe vor.

Während die neue Vorsitzende Gabi Neumann wegen Krankheit nicht kommen konnte, kamen die neue Kassiererin Edwina Ziegelski sowie die Vorstandsmitglieder Janine Klein, Sandra Rupp und Jessica Seidel mit den Teilnehmern der Ortsgruppe ins Gespräch. Dabei wurde schnell deutlich, dass viele neue Ideen über den Köpfen der Mitglieder schweben.

Für jedes Problem lässt sich eine Lösung finden

So wurde besprochen, wie auch ohne die Mitgliedschaft des Seniorenchores weiterhin die Musik eine übergeordnete Rolle in der Ortsgruppe spielen kann. Viele Mitglieder versicherten, dass sie gern singen würden. Eine Gesangsgruppe zu betreuen, das könne sich Vorstandsmitglied Sandra Rupp durchaus vorstellen, erklärte sie. Als Mitarbeiterin der ambulanten Pflege hatte sie sich außerdem Gedanken zu ganz praktischen Problemen gemacht. "Es gibt viele Senioren in Oebisfelde, die gern an unseren Aktivitäten teilnehmen würden, aber nicht mehr mobil sind", äußerte Sandra Rupp. "Auch dafür finden wir Lösungen, könnten die Leute abholen und nach Hause bringen, wenn es mit uns abgesprochen wird", erklärte sie.

Gruppen, die sich momentan in der Begegnungsstätte der Volksolidarität im Oebisfelder Mehrgenerationenhaus treffen, sollen auch weiterhin bestehen bleiben. Etwa die Handarbeitsgruppe, die immer montags von 14 bis 16 Uhr aktiv ist, oder die Spielegruppe, die mittwochs von 14 bis 16 Uhr ihrem Hobby nachgeht. Betreut wird die Begegnungsstätte vorerst weiterhin von Brigitte Weber. Die Rentnerin wies noch einmal daraufhin, dass nach wie vor die Möglichkeit besteht, in der Begegnungsstätte Mittag zu essen. Das Essen auf Rädern könne an jedem Tag der Woche auch dort ausgegeben werden, wenn Bedarf bestehe. Eine nette Unterhaltung mit den Mitarbeiterinnen sei inklusive.

Auch die Mitglieder brachten sich ein. "Hier sind alle sehr zugänglich und bereit mitzuhelfen", lobte Heidi Fritsch das Engagement der Mitglieder, zu denen vorrangig Frauen gehören. So hatten sich einige Damen spontan bereiterklärt, für die Faschingsfeier am 19. Februar Prilleken und Pfannkuchen zu backen.

Nun hofft die Ortsgruppe, die derzeit 63 Mitglieder zählt, dass wieder mehr Senioren - auch aus den umliegenden Dörfern - dazukommen. Seit Januar sind bereits alle Mitarbeiter und alle Pflegerinnen der Oebisfelder Volkssolidarität Mitglieder. Vor allem sollen nun jedoch neue Projekte und Ideen für die Senioren entwickelt werden.

Erreichbar ist die Oebisfelder Volkssolidarität unter der Telefonnummer 039002/984246. Dort werden Fragen beantwortet und Anmeldungen entgegengenommen.