Kathendorf l Auf ein ereignisreiches 2014 blickte Kathendorfs Feuerwehrleiter Jens Isensee bei der Jahreshauptversammlung zurück. Beim Wintergrillen verpflegten die Brandschützer die Gäste mit Getränken und Würstchen. Im Februar gab es unter anderem einen Dienstabend zum Thema Digitalfunk und eine Geräteeinweisung der Handsprechfunkgeräte. Im März folgte die Jahreshauptversammlung mit anschließendem Frühjahrstanz im Saal der Gaststätte Schütte. Dabei wurden die Ehrennadeln für den Hochwassereinsatz 2013 verliehen. Außerdem gab es eine Einsatzübung auf dem Gemeindehof und im Gemeindehaus. Sieben Kameraden trainierten dort die Rettung von Menschen. Um die Lebensrettung ging es auch im April bei der Wiederholungsprüfung für Atemschutzgeräteträger im Feuerwehrtechnischem Zentrum (FTZ) in Haldensleben. Dabei absolvierten zehn Männer die Prüfung.

Bei einer weiteren Einsatzübung mit Sirenenauslösung rückten die Kathendorfer zum Brand einer Scheune in Etingen aus. "Wir - als nachgeforderte Wehr - hatten Atemschutzgeräteträger und Maschinisten zu stellen und waren mit zehn Kameraden im Einsatz", erinnerte sich Isensee. In die Rolle des Rettungsopfers war Kathendorfs ehemaliger Wehrleiter Henning Wentland geschlüpft. Anschließend gab es eine rege Diskussion, bei der die Übung ausgewertet wurde.

Im April wurde das Osterfeuer angezündet. Zuvor startete ein Laternenumzug. Die Fackelträgerkinder durften das Feuer entfachen. Mit der Bewirtung war eine "Osterfeuereinsatztruppe" beauftragt. Und auch das Aufstellen des Maibaumes auf dem Gemeindehof war die Aufgabe der Feuerwehrleute. Im Mai haben acht Männer eine Heißausbildung für Atemschutzgeräteträger im Brandcontainer auf dem Gelände des FTZ absolviert.

Beim Wasserturm-Cup in Böddensell erkämpften sich die Kathendorfer den dritten Platz. "Durch Anregung der Kameraden führten wir erstmals einen Kinderfeuerwehrtag durch. Es war ein gelungener heißer Pfingstmontag, an dem Spiele mit Wasser der Renner waren. Die Kameraden kamen beim fachgerechten Auseinandernehmen eines Autos ins Schwitzen", dachte der Wehrleiter zurück. Beim Dienstabend im Juni stand die Maschinistenausbildung im Mittelpunkt. Dabei ging es um den sicheren Aufbau der Saugleitung aus einem offenen Gewässer. Im Juli feierte der ganze Ort das 80-jährige Bestehen der Wehr mit einem großen Festumzug. Anschließend ging es beim Wettbewerb um den Mühlenpokal um Ruhm und Ehre. Im Juli waren sechs Kathendorfer bei einem Einsatz in der Biogasanlage in Rätzlingen. "Dort musste eine Person in Notlage von einem Behälterdach gerettet werden", erinnerte sich Isensee. Um die Zusammenlegung der Kathendorfer und der Rätzlinger Wehr sowie dem Neubau eines Gerätehauses ging es bei einem Treffen in Rätzlingen. "Es war eine heftige Diskussion, bei der sich herausstellte, dass dieses Thema heikel ist und noch Zeit bedarf", betonte der Chef der Wehr. Um taktisches Verhalten ging es bei einem Lehrgang im Brandhaus in Heyrothsberge. Es wurde das Auffinden von vermissten Personen in Brandräumen und die Menschenrettung unter fast realen Bedingungen trainiert.

"Nach fast 18-monatiger Bauphase konnten wir im November endlich wieder unser Domizil bezugsfertig ausstatten und später unsere Weihnachsfeier dort abhalten", blickte Isensee zurück und lobte alle Helfer und Daniel Buhl, der für die Neuverkleidung des Ausschanks sorgte. Das Jahr endete mit der Beseitigung einer Ölspur in Kathendorf. "Mein besonderer Dank geht an alle Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und an die Unterstützer der Wehr", betonte Isensee.