Einmal im Jahr kommen die Mitglieder des Zielitzer Bergmannsvereines "Scholle von Calvörde" zusammen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und neue Aufgaben festzulegen. Auf der Jahreshauptversammlung werden auch immer verdiente Mitglieder geehrt.

Zielitz l Vereinsvorsitzender Manfred Witzel konnte in seinem Rechenschaftsbericht beeindruckende Zahlen nennen. "Wir sind derzeit 132 Mitglieder. Unsere Jugendgruppe konnte sich durch 12 Neuaufnahmen auf 34 Mitglieder verstärken. Bei 80 Bergtouren sowie den Kalimandscharo-Festspielen des Zielitzer Holzhaustheaters führten wir fast 5000 Besucher auf den Kalimandscharo."

Witzel ging auch auf weitere Höhepunkte im Jahr 2014 ein, etwa den Auftritt des Bergmannschores beim 676. Hauptquartal in der Ehrenfriedersdorfer Kirche, die Teilnahme an der Bergparade beim 12. Deutschen Bergmannstag in Marienberg oder an der Weihnachtsbergparade in Annaberg-Buchholz.

Im vergangenen Jahr wurde die Vereinsbibliothek gestaltet und am Modell des Schachtes 2 gearbeitet, das in der vergangenen Woche feierlich eingeweiht werden konnte.

Enge Beziehungen pflegen die Zielitzer auch zu den Bergmannsvereinen in Staßfurt, Bernburg, Morsleben und Salzwedel. Vertreter dieser Vereine waren zur Jahreshauptversammlung gekommen und überbrachten Grüße.

"Eine gute Zusammenarbeit gibt es auch mit der Gemeinde Zielitz, dem Tourismusverband Colbitz-Letzlinger Heide, dem Schützenverein Schricke und dem Wolmirstedter Museum", zählte Manfred Witzel auf. Der Zielitzer Bergmannsverein unterstützt solche touristischen Projekte wie die Süße und die Salzige Tour, den Tag der Industriekultur oder die Glück-Auf-Tour.

Witzel bedankte sich auch für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung durch as Kaliwerk Zielitz. "Die Zusammenarbeit mit dem Bergmannsverein ist noch verbessrungswürdig. Daran arbeiten wir", versprach Werkleiter Martin Westphal in seinem Grußwort. Er bescheinigte den Mitgliedern des Bergmannsvereines ein großes Engagement. "Ihr seid mit Herzblut und Verstand dabei."

Ein Problem, das den Verein drückt, ist die Nachwuchsarbeit. "Ohne unsere Jugendgruppe kommen wir auf einen Altersdurchschnitt von über 70 Jahren", machte Manfred Witzel deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Das sei im Bergmannschor noch drastischer hob Klaus Hanke hervor. "Da zählt man mit 70 noch zu den Jüngsten." Klaus Hanke ist organisatorischer Leiter des Bergmannschores, den Nina Sinytsina musikalisch leitet.

Annelies Müller verlas den Bericht der Damengruppe, die auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Veranstaltungen organisiert hatten.

Mit dem gemeinsamen Singen des Steigerliedes und einem zünftigen Tzscherperessen klang die Jahreshauptversammlung aus.