Behnsdorf (cbo) l Alle, die regelmäßig auf dem Behnsdorfer Friedhof sind, um Gräber in Ordnung zu halten, sind erfreut, über die Pflegemaßnahme an den Linden entlang des Weges. Eine ältere Behnsdorferin, die namentlich nicht genannt werden möchte, bricht damit eine Lanze für die Aktion auf dem Behnsdorfer Friedhof und für den Flechtinger Bürgermeister, der die Aktion ausgelöst hatte.

Sie selbst sei vor noch nicht allzu langer Zeit beinahe von einem heruntergefallenen Ast getroffen worden, als sie bei der Grabpflege war.

Alle, die den Friedhof regelmäßig aufsuchen, sind erfreut, dass die Bäume gestutzt worden sind, versicherte sie. Sie habe in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt. Insbesondere, wer Gräber unmittelbar an den Baumreihen zu pflegen habe, sei nicht mehr sicher gewesen. Äste und Unmengen von Laub hätten sich jahreszeiten- und windabhängig angesammelt. "Ich wohne seit 78 Jahren am Friedhof, aber so ein Bild wie jetzt hatten wird noch nicht", erklärte die Frau.

"Nur so wie jetzt kann es doch wohl nicht bleiben", meinte die Behnsdorferin, denn die an der Trauerhalle verbliebenen Bäume würden so wie jetzt einen noch schlimmeren Anblick bieten.

"Wenn man alle Bäume stutzt, gedeihen sie doch auch wieder alle gleich", ist die ältere Dame überzeugt. An Bäumen würde es in und rund um Behnsdorf doch nicht mangeln.

Die Friedhofsbesucher stimmten mit ihr überein, dass diese Aktion längst überfällig gewesen sei und hätte durchgezogen werden müssen. Der überwiegende Teil der Einwohner unterstütze die umfangreichen Pflegemaßnahmen, die lange versäumt wurden. Die Bäume dann wieder austreiben und regelmäßig pflegen zu lassen, wäre bei einem einheitlichen Bild viel einfacher.