Viel Arbeit nehmen sich die Heimat- und Mühlenfreunde aus Flechtingen in jedem Jahr vor, um ihre Veranstaltungen zu realisieren. Doch nehmen die Besucher wie 2014 die Angebote an, sind die Vereinsmitglieder auch mit Spaß und Freude bei der Sache.

Flechtingen l Ein arbeits- und erfolgreiches Vereinsjahr hat der Flechtinger Heimat- und Mühlenverein 2014 hinter sich gebracht.

Zahlreiche Veranstaltungen wie zum Deutschen Mühlentag, der Kapellen-Sternmarsch im Juli, das Leistungspflügen im August, der Brot- und Backtag am 3. Oktober und das Nikolausfest zogen viele Besucher in ihren Bann. Das Wetter war dem Verein zumeist hold.

Insbesondere das Nikolausfest fand im vergangenen Jahr sehr großen Anklang, was wohl nicht zuletzt ein Verdienst der zahlreichen Geschenke war, die dank Sponsorengewinnung jedem Kind vom Nikolaus zur Verfügung gestellt werden konnte. In diesem Zusammenhang wurde allen Sponsoren gedankt, die die Vereinsarbeit tatkräftig unterstützt hatten.

Die Idee, zum Brot- und Backtag ein Kürbisschnitzen und -malen anzubieten, fand so große Resonanz, dass sie auf jeden Fall beibehalten werden sollte, resümierte Vereinsvorsitzender Hubertus Nitzschke. Klaus Pieper sorgte mit seinen spannenden Schlossführungen für zusätzliche Belebung der Besucherzahlen zu den einzelnen Veranstaltungen.

Hubertus Nitzschke vergaß auch nicht die vereinsinternen Veranstaltungen wie die beiden Vereinsfahrten oder den Vereinsball zu erwähnen.

"Die Wassermühle mit dem Schlossladen ist unser Herzstück und ein fester Bestandteil für die Touristen in Flechtingen", sagte der Vereinschef.

Unter der Leitung von Klaus Pieper habe das Ladenteam von Ostern bis Oktober kontinuierlich die Öffnungszeit gewährleistet. Dass die Mühle so beliebt ist, sei auch ein Verdienst der Techniker, die dafür sorgen, dass alles immer richtig läuft. Und die Zahlreichen Händler aus der Region, die ihre Waren hier anbieten, finden Anklang.

Ende vergangenen Jahres zählte der Verein 103 Mitglieder und damit vier weniger als noch ein Jahr zuvor. Ein Todesfall, ein Austritt und der Wegzug eines Paares sorgten für die Verringerung. Die Mitgliedergewinnung, insbesondere auch jüngerer Leute, müsse ein Anliegen bleiben, so Hubertus Nitzschke. Denn die größte Gruppe der Mitglieder macht die der 70- bis 79-Jährigen aus. 37 Frauen und Männer gehören in diese Altersgruppe, während nur 15 Mitglieder unter 50 Jahre alt sind.

Außerdem mahnte er ein breiteres Verteilen der Arbeiten auf mehrere Schultern an. Es dürfe nicht sein, dass "immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern" lastet. Insbesondere das Engagement vor Großveranstaltungen wie dem Leistungspflügen sei eine Herausforderung und verlange von jedem ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft. Dank gebühre all jenen, die sich hier aktiv eingebracht hatten.

Die Kritik, dass beim Leistungspflügen keine Blaskapelle im Zelt aufgespielt hatte, will der Verein aufgreifen und für dieses Jahr wieder eine Kapelle verpflichten.

Die erstmals durchgeführte Kartoffelpflanzaktion auf dem Feld an den Median-Kliniken, wo im August das Leistungspflügen stattfindet, soll in diesem Jahr wiederholt werden. Gepflanzt werden soll am 11. April, so dass kurz vor dem Pflügenwettstreit die Ernte eingebracht werden kann.

Den Kassenbericht des Vereins hatte Brunhilde Belling wie immer sehr gut vorbereitet. Helga Semmer und Erika Bauer hatten die Kasse geprüft und bescheinigten eine solide, verantwortungsvolle Arbeit im Umgang mit den Finanzen.

Der Vorschlag von Vereinsmitglied Bodo Kusian, nach Stromsparmaßnahmen in der Mühle zu suchen, wurde aufgegriffen und soll geprüft werden. Allerdings sei die dortige Elektroheizung zwar der wahre Stromfresser, aber notwendig. In strengen Wintern müsse sie öfter laufen, und das hat eben seinen Preis, informierte der Vereinsvorsitzende.

Der Arbeitsplan 2015 fällt ähnlich umfangreich wie im vergangenen Jahr aus. Veranstaltungen sind wieder zum Deutschen Mühlentag und zum Tag des offenen Denkmals vorgesehen. Zum 19. Mal soll das Pflügen und Holzrücken am 9. August stattfinden, und auch der Brot- und Backtag am 3. Oktober sowie das Nikolausfest am 4. Dezember wollen vorbereitet werden.

"Solange wir Spaß und Freude an unserer Vereinsarbeit haben, werden wir auch 2015 wieder unseren Beitrag für Flechtingen und die Region leisten", schloss Hubertus Nitzschke mit einem Versprechen.