Haldensleben l Lehrerinnen und Lehrer aus den meisten Schulen des nördlichen Landkreises Börde kamen in der vergangenen Woche in Haldensleben zu einem Warnstreik zusammen. Pädagogen aus dem südlichen Kreis hatten sich wenige Tage zuvor in Wanzleben zu einem Warnstreik getroffen. Morgen nun werden Lehrerinnen und Lehrer aus dem ganzen Land gemeinsam in Magdeburg auf die Straße gehen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Er rechnet mit 300 bis 500 Streikenden aus den Schulen im Landkreis Börde, sagte Volker Thiele, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Pä- dagogen aus den meisten Schulen werden sich beteiligen.

170 Pädagogen waren am vergangenen Donnerstag in Haldensleben. Volker Thiele hatte angesichts der großen Beteiligung appelliert, für den ganztägigen Streik noch mehr Kollegen mit ins Boot zu holen. Das gelte nicht nur für gewerkschaftlich organisierte Pädagogen, egal ob in GEW oder anderen Gewerkschaften, sondern auch für Nichtmitglieder.

Beim Warnstreik in der vergangenen Woche hatten die Lehrer aus dem Streiklokal gleich die Briefe mitgenommen, in denen die Eltern darüber informiert werden, dass die Schule am Mittwoch ganztägig bestreikt wird. GEW-Mitglieder verteilen diese Briefe vor den Schulen. Nach Einschätzung der GEW kann an den bestreikten Schulen Unterricht und Betreuung in der Zeit nicht stattfinden. Das hängt jedoch von der jeweiligen Schule ab. Unterstützung mit verbeamteten Lehrern könne das Landesschulamt für den Tag geben. Für eine komplett bestreikte Schule gäbe es an dem Tag auch keine Schulpflicht, denn es gäbe keinen Unterricht, so Thiele, und betreut werden könnten die Kinder auch zu Hause.

Morgen früh werden vor dem Schützenhaus in Haldensleben zwei Busse nach Magdeburg abfahren. Vor dem Katharinensaal in Wolmirstedt wartet ein Bus auf die Pädagogen. Viele Pädagogen werden jedoch gleich mit dem Auto vom Wohnort aus nach Magdeburg aufbrechen und nicht erst zu den zentralen Orten.