Kroppenstedt (yhe) l Ein tragischer Unfall ereignete sich am Montagnachmittag auf einem Acker bei Kroppenstedt. Wie die Polizei dazu mitteilt, sei ein 60-jähriger Traktorist mit seinem Traktor und einer meterlangen Ackerwalze auf dem Ackerstück beschäftigt gewesen. Dort ist der Mann aus noch ungeklärter Ursache verunglück und wurde schließlich abends auf einem Plattenweg zwischen Kroppenstedt und Hakeborn gefunden.

Obwohl Rettungskräfte schnell vor Ort waren, konnten sie den Landwirt nur noch tot bergen. Auch die Kroppenstedter Feuerwehr war zum Unglücksort gerufen worden.

Der Mann, der alleine auf dem Ackerstück arbeitete, habe anscheinend versucht, einen technischen Defekt an der Arbeitsmaschine zu beheben und wurde dabei von der Ackerwalze überrollt.

Wie die Polizei weiter mitteilt, habe der Kriminaldauerdienst noch am Montag den Tatort untersucht. Das Gewerbeaufsichtsamt war ebenso eingeschaltet worden.

Die Mitarbeiter waren den ganzen Dienstag über am Unglücksort. "Da uns die Bedienungsanleitung nicht vorlag, können wir die Unfallursache noch nicht abschließend feststellen", erklärt Dietrich Probst, Leiter der Gewerbeaufsicht Magdeburg, am Dienstagnachmittag. Für die Ursachenforschung hätte den Ermittlern die Bedienungsanleitung der Ackerwalze vorliegen müssen. "Das war am Dienstag nicht der Fall. So können wir nicht zweifelsfrei feststellen, was das Opfer getan hat, welche Hebel es bedient hat, um die Ackerwalze in Arbeitsstellung zu bringen, nachdem er das Ackerstück befahren hatte und die Transportsicherung \'herausgesprungen` war. Wir ermitteln derzeit in mehrere Richtungen. Gab es eine Fehlbedienung? Liegt ein Fehler des Herstellers vor?", so Dietrich Probst.

Die Mitarbeiter des Magdeburger Gewerbeaufsichtsamtes ermittelten vor Ort, dass die Ackerwalze Baujahr 2013 sei, und es sich bei dem Opfer um einen erfahrenen Traktoristen handelte. "Erschwerend kam bei diesen Unfall hinzu, dass es sich bei dem Ackerstück um eine Hanglage handelt. Somit setzte sich das Geräte auf dem abschüssigen Gelände in Bewegung, was nicht hätte passieren dürfen, überrollte dabei den Mann, der möglicherweise versucht hatte, einen technischen Defekt an der Arbeitsmaschine zu beheben", so Dietrich Probst.

So wie den Mitarbeitern die Bedienungsanleitung des Arbeitsgerätes vorliegt, das solle am Mittwoch passieren, werden die Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes die Ermittlungen fortsetzen, um die tatsächlichen Ursachen des Unfalls zu ermitteln, erklärte Dietrich Probst.