Rund vier Monate nach der Wiederinbetriebnahme ist das Weferlinger Asylbewerberheim nahezu ausgeschöpft. Die ehemalige Kaserne bietet 200 Antragstellern Platz, kommende Woche soll diese Zahl erreicht sein.

Weferlingen l 140 Asylbewerber, darunter vier Familien, mit Nationalitäten aus dem Kosovo, der Türkei, Indien und Syrien sind gegenwärtig in Weferlingen untergebracht.

Das erklärte nach einem Gespräch im Heim am Montag Weferlingens Ortsbürgermeister Hans-Werner Kraul seinen Ortschaftsräten.

Die nächsten 40 beziehungsweise 20 Antragsteller aus Russland, Albanien und Serbien sind für diese und die nächste Woche avisiert, dann ist die Kapazität in Weferlingen aber auch schon erschöpft.

Die aufgemöbelte Kaserne am Ortsrand von Weferlingen bietet maximal 200 Personen Platz.

Die Hilfsbereitschaft für die Asylbewerber vor Ort sei groß, berichtete der Ortschef nach dem Gespräch mit der Heimleitung. Zahlreiche Bürger aus der ganzen Umgebung würden Spenden vorbeibringen, um die Neu-Weferlinger auf Zeit zu unterstützen.

"Allerdings sollte jeder genau prüfen, was er zur Verfügung stellen kann", bat Hans-Werner Kraul. Denn Sperrmüll oder nicht mehr trag- oder nutzbare Kleidung und Haushaltswäsche sei nicht für eine Spende geeignet.

Was gegenwärtig noch benötigt werde, seien Fahrräder und Kinderbekleidung für die Bewohner des Asylbewerberheimes.

Der Ortsbürgermeister wolle regelmäßig Kontakt zum Heimpersonal suchen, um sich zu erkundigen, wo die Gemeinde Unterstützung leisten kann. Er bot an, den Anreisenden bei Interesse im Rahmen einer Vorstellungsrunde zum Beispiel mit einem Film Weferlingen und die Umgebung näherzubringen.

Als positiv schätzte die Heimleitung ein, dass mit der Frühlingswitterung die Asylbewerber sich mehr auf dem Außengelände aufhalten und bewegen könnten. Dort könnten sie zum Beispiel Fußball spielen. Angenommen werde von den Asylbewerbern der Fußweg abseits der Gardelegener Straße, sagte der Ortschef, die als Landesstraße vielbefahren sei. Sie nutzten vielfach den sichereren Weg über die Geschwister-Scholl-Straße.

Einige Sorge bereitet Eltern, dass beobachtet wurde, wie Heimbewohner mit ihren Handys Fotos von Weferlinger Kindern schießen würden. Hierzu müsse mit den Asylbewerbern umgehend das Gespräch gesucht werden, war im Ortsrat zu vernehmen. Angeraten wurde, dass die betroffenen Eltern, die im Rahmen einer Elternversammlung davon berichtet hatten, eventuell für ein Gespräch die Regionalbereichsbeamten der Einheitsgemeinde kontaktieren.