Der Heimat- und Kulturverein Erxleben macht sich stark für den Erhalt des ehemaligen Schlossparkes II. Statt eines neu geplanten Einkaufszentrums sollen bestehender Spielplatz und Parkanlagen neu entstehen.

Erxleben l 629 Unterschriften gegen eine weitere Bebauung des ehemaligen Erxleber Schlosspakres II haben die Mitglieder es Heimat- und Kulturvereins Erxleben in den vergangenen Wochen gesammelt.

Am Donnerstag wurden die Unterschriften vor der Gemeinderatssitzung an den Erxleber Bürgermeister Gerhard Jacobs übergeben. In einem Karton wurde ihm das Ergebnis der Unterschriftensammlung überreicht.

"Insgesamt haben wir 629 Bekundungen gegen eine weitere Bebauung des ehemaligen Schlossparks II in Erxleben bekommen. Für uns als Heimat- und Kulturverein Erxleben war dieses Ergebnis überwältigend", sagte Ulrich Wahrendorf.

Zum großen Teil stießen die Vereinsmitglieder bei ihrer Unterschriftensammlung angesichts des Vorhabens, im Park ein Einkaufszentrum zu planen und zu errichten, auf heftiges Unverständnis bei den Bürgern, die teils mit derben Äußerungen ihrem Unmut über das Ansinnen zum Ausdruck brachten.

Ein Investor plant einen neuen, größeren Einkaufsmarkt direkt an der Bundesstraße 1, um den Kundenstrom nicht abreißen zu lassen. Nicht eine Bebauung müsse das Ziel für den Park sein, sondern vielmehr eine gründliche Erneuerung des Spielplatzes und eine Rekultivierung des Parks, der an einigen Stellen in den vergangenen Jahren doch sehr gelitten hat, meinten die Erxleber. "Vielleicht können ja Partnerschaften mit Institutionen, die zum Beispiel Landschaftsgärtner ausbilden, gewonnen werden", meinte der Heimatvereinsvorsitzende. Dort würden doch immer Übungsobjekte für die Studenten gesucht. So könnten die Erxleber zu einer preiswerten Planung kommen, und es ließen sich eher Fördermittel akquirieren. Ziel sollte nicht ein Kahlschlag sein, sondern vielmehr ein vernünftiges Konzept zum Erhalt des Parks für Erxleben. Und wo alte Bäume gefällt werden müssten, müsse man diese sukzessive durch gleiche Arten ersetzen. "Auch unsere Enkel möchten große Bäume erleben", so Ulrich Wahrendorf. Dazu kommt, dass so ein Park mit seinen Pflanzen und Bauwerken zum kommunalen Gedächtnis gehört, Erholung schafft und zum Heimatgefühl der Bürger beiträgt.

Für ein modernes Einkaufszentrum sei nur wenige hundert Meter weiter im Gewerbegebiet von Erxleben noch ausreichend Platz vorhanden, ohne die "grüne Lunge" hinter der historischen Mauer, die ebenfalls ein Markenzeichen für die Erxleber darstellt, zerstört werden muss.

Die Gemeinde bemüht sich gegenwärtig um konstruktive Gespräche mit den Investoren, um eine für alle Seiten tragbare Lösung zu finden, versicherte auf Nachfrage Bürgermeister Gerhard Jacobs.