Wenn sich das Wetter zumindest am Sonnabend nicht gerade frühlingshaft zeigte, stellten sich am Wochenende doch zahlreiche Besucher auf dem Frühlingsmarkt am Hundisburger Schloss ein. An den Ständen auf dem Hof und in der Scheune konnten sie auch fürs Osterfest einkaufen.

Hundisburg l "Wir kommen in jedem Jahr her und bei jedem Wetter", sagt Jaqueline Waeke. So hat sie der Regen am Sonnabend auch nicht von einem Besuch des Frühlingsmarkts in Hundisburg abhalten können. Die Erxleberin sieht ihren Töchtern Bella und Joy-Samantha zu, die sich in der Schlossscheune zum Osterhasen an den Tisch gesetzt haben. Der Osterhase ist natürlich nicht echt, Helga Hofmann ist in das lustige Plüschkostüm geschlüpft. Die Haldensleberin hilft dem Verein Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg, der den Markt alljährlich ausrichtet, ehrenamtlich. Sie hat hier mal im Bundesfreiwilligendienst gearbeitet und kommt jetzt gern noch, wenn Hilfe gebraucht wird. "Das macht Spaß, was soll ich zu Hause sitzen", meint sie. Die Bastelideen sucht sie sich selbst aus.

Ganz in der Nähe stehen Kristin Dunkel und Gabriele Kramer an einem kleinen Tisch, auf dem bunt gefärbte Eier in Körbchen liegen. Kristin Dunkel war auf die Idee gekommen, die Eier mit verschiedene Pflanzen zu färben. Und so haben die pharmazeutisch-technischen Assistentinnen unterschiedliche Pflanzen ausprobiert und das dann in einem kleinen Faltblatt festgehalten.

Was die Natur zu bieten hat, bestimmt den Frühlingsmarkt. Ob das Stauden sind oder Äpfel aus heimischen Plantagen, selbstgekochte Marmelade, duftendes Brot, Fisch oder geräucherte Wurst und Schinken. Dazu kommen viele kreative Erzeugnisse von Seife bis zu Keramik und Holzarbeiten. Und weil Marktbesucher auch was fürs leibliche Wohl möchten, reihen sich etliche Stände ein, an denen die Gäste Hunger und Durst stillen können.

Gern sehen sich die Marktbesucher auch in der Spinnstube um, in der gesponnen, gefilzt und gewebt wurde. Zudem wurden Erzeugnisse aus Schafwolle angeboten. Ebenso warfen einige Besucher einen Blick ins Brauhaus. Hier wurde noch der Rest vom Weihnachtsbier ausgeschenkt. Ein tatkräftiges Team braute Festbier für den 875. Geburtstag von Hundisburg im Juni.

   

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