Seit gut einem halben Jahr gehören Polizeihauptmeisterin Doreen Bollert und Polizeihauptmeister Michael Schulka zum Stadtbild. Die beiden Regionalbereichsbeamten sind fast täglich in Haldensleben unterwegs und auch in den Ortsteilen präsent.

Haldensleben l Sie sollen Bürgernähe schaffen, die Regionalbereichsbeamten. Dieser Aufgabe stellen sich seit Oktober Polizeihauptmeisterin Doreen Bollert und Polizeihauptmeister Michael Schulka. Ihr Einsatzgebiet ist die Stadt Haldensleben mit ihren Ortsteilen. Fast täglich sind sie hier auf Streife.

"Wenn wir auf den Straßen unterwegs sind, werden wir auch angesprochen und wahrgenommen", sieht Michael Schulke seine Arbeit erste Früchte tragen. "Dass wir präsent sind, kommt bei den Bürgern gut an." Eng ist die Zusammenarbeit der beiden Beamten mit dem Bürgerbüro der Stadtverwaltung und der Stadtwache.

Auch wenn der Kontakt zur Stadtverwaltung sehr eng ist, "in erster Linie sind wir Polizisten", macht Doreen Bollert deutlich. Dementsprechend ist auch ihr Tagesablauf. "Wir treten unseren Dienst im Revier in der Gerikestraße an und kümmern uns dort zunächst um das tagesaktuelle Geschäft. Unser nächster Weg führt uns dann in die Stadt ins Bürgerbüro", erklärt sie.

Oftmals lässt sich die Polizeiarbeit aus dem Revier aber mit dem Streifendienst im Stadtgebiet verbinden. "Wenn es um Ermittlungen direkt in Haldensleben oder den Ortsteilen geht, dann sind natürlich wir die ersten Ansprechpartner", macht die Polizeihauptmeisterin deutlich.

Polizisten zum Anfassen

Die beiden Regionalbereichsbeamten leisten Polizeiarbeit direkt vor Ort. "Wir haben zum Beispiel an Schulen und Kindertagesstätten verstärkt auf die Anschnallpflicht geachtet, wenn Eltern ihre Kinder in die Einrichtungen bringen", nennt Michael Schulka ein Beispiel. "Das ist gut angekommen, sowohl bei den Erwachsenen als auch ganz besonders bei den Kindern", resümiert er.

Gerade beim Nachwuchs haben die Beamten einen Stein im Brett. "Bei Veranstaltungen von Kitas und Schulen sind wir natürlich auch mit vor Ort und sind dort gern gesehen", meint er. Sie seien eben nicht die Polizisten, die im Streifenwagen schnell vorbeibrausen, sondern die Polizisten zum Anfassen. Auch bei Seniorenveranstaltungen sind die Beamten mit dabei, berichten über ihre Arbeit und die Struktur der Polizei.

Radfahrer im Visier

Im Vordergrund steht dennoch die Polizeiarbeit. "Als nächsten Schwerpunkt haben wir die verstärkte Kontrolle von Radfahrern im Visier", berichtet Schulka. Besonders die Beleuchtung der Fahrräder lasse oft zu wünschen übrig, weiß der Polizist. Auch das Fahren auf Gehwegen beziehungsweise die Benutzung von Radwegen in der falschen Fahrtrichtung sind bei den Radlern sehr beliebt. "Darum werden wir uns jetzt ganz besonders kümmern", sagt der Polizeihauptmeister. Jetzt, wo das Wetter besser wird, werden die Regionalbereichsbeamten auch selbst auf dem Fahrrad unterwegs sein.

Kontaktpflege sei das A und O ihrer Arbeit, unterstreicht seine Kollegin. Deshalb suchen sie auch die Gespräche mit den Händlern in der Innenstadt. "Sie wollen wissen, dass es uns gibt und sie uns ansprechen können, wenn sie etwas auf dem Herzen haben", erklärt Schulke.

Die Dienstzeit der Regionalbereichsbeamten beschränkt sich zudem nicht nur auf die Wochentagen. "Auch bei größeren Veranstaltungen an den Wochenende sind wir mit dabei. Entweder um sie abzusichern oder wir mischen uns einfach unter die Besucher, um Präsenz zu zeigen. Wir wollen schon ein Gefühl der Sicherheit vermitteln", so der Polizist.

Doch noch immer würden sich viele Bürger nach den Beamten umdrehen, wenn sie sie sehen. "Viele kannten es ja mittlerweile gar nicht mehr, dass die Polizei Streife läuft", sagt Doreen Bollert. Aus Sicht der Polizisten laufe die Arbeit. Die Arbeit der Regionalbereichsbeamten sei eine gute Sache, schätzt Schulka ein.