Haldensleben l Im vergangenen Jahr hat die Kripo im Landkreis Börde einen leichten Anstieg der Straftaten verzeichnet. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik für 2014 hervor. Allerdings kann die Kripo in der Börde auch mit der landesweit höchsten Aufklärungsquote aufwarten: Im Land liegt die Quote bei 59,9 Prozent, in der Börde bei 63,5 Prozent. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 4471 Tatverdächtige ermittelt werden. Den Hauptanteil bilden dabei mit 3255 Tatverdächtigen die Männer. Bei den Frauen gab es 1216 Tatverdächtige.

Insgesamt 16416 Straftaten registrierten die Ermittler des Polizeireviers Börde. Das sind gut 250 Straftaten mehr als im Jahr zuvor. Die "Hitliste" führen die Diebstähle mit 3973 Fällen an. Hier ist die Zahl im Vergleich zum Jahr zuvor (4411 Fälle) allerdings zurückgegangen. Einen Anstieg verzeichneten die Ermittler bei der Gewaltkriminalität. Hier stieg die Zahl von 269 Fällen (2013) auf 351 erfasste Fälle. "Im vergangenen Jahr gab es einige Fälle von familiären Auseinandersetzungen, die zu körperlicher Gewalt führten. Dabei stieg die Gewalt im Landkreis insgesamt nicht, für den Anstieg sorgten dabei einige wenige Tatverdächtige, die für mehrere Körperverletzungen verantwortlich waren", erläuterte Kripo-Chef Matthias Wied.

Jugendkriminalität spiele in der Börde so gut wie keine Rolle. Der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahre liegt bei 18,4 Prozent. Das Gros der Straftaten begehen die 30- bis 40-Jährigen, gefolgt von der Altersgruppe 40 bis 50 Jahre.