Haldensleben l "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland" klang es durch den Sitzungssaal im Landratsamt. Für acht Frauen und Männer hatte dieser Gesang ganz besondere Bedeutung. Gerade erst hatten sie aus den Händen vom Landrat Hans Walker ihre Einbürgerungsurkunde erhalten, dazu das Grundgesetz und natürlich Blumen, überreicht von Werner Hoffmann, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit, und Daniel Görges, Sachgebietsleiter Personenstand/Ausländerwesen in der Kreisverwaltung. Die Frauen und Männer stammen aus der Republik Moldau, der Russischen Förderation, der Slowakei, der Ukraine, dem Kosovo, der Türkei und aus Italien. Und sie kamen zu diesem Anlass mit Angehörigen und Freunden, wollten diesen besonderen Moment mit anderen teilen.

Eine längere Zeit sei für die Vorbereitungen vergangen, bis alle Bedingungen erfüllt und die Unterlagen zusammen waren, erinnerte Landrat Hans Walker an die zurückliegenden Monate, in denen auch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung den Antragstellern zur Seite gestanden haben. "Jetzt sind Sie Bürger des deutschen Staates, wir wünschen Ihnen alles Gute und heißen Sie herzlich willkommen als Bürger im Landkreis. Ich hoffe, Sie bleiben uns erhalten", bekräftigte der Landrat.

Nach der offiziellen Runde war Zeit für Gespräche, in denen die Eingebürgerten aus ihrem Leben erzählten, davon, dass sie angekommen sind in ihrem Leben hier im Landkreis. Esad Basic aus dem Kosovo betreibt seit vielen Jahren mit seinem Bruder eine Pizzeria in Haldensleben, ist vor einigen Jahren auch in die Kreisstadt gezogen und fühlt sich wohl hier. Er lebt wahrscheinlich schon am längsten von den jetzt Eingebürgerten in Deutschland. Mindestens acht Jahre müssen Zugewanderte in Deutschland leben, bevor sie den Antrag auf Einbürgerung stellen können. Und das ist nur eine der Bedingungen.