Über eine 33 000 Euro aus den Lotto-Zweckerträgen kann sich die Kirchengemeinde in Ackendorf freuen. Das Geld trägt zur Finanzierung der dringend nötigen Dachsanierung der örtlichen Bonifatius-Kirche bei.

Ackendorf l "Wir haben gewonnen, ohne gespielt zu haben", kommentierte Pfarrer Thomas Wolter den Geldsegen für die Ackendorfer Bonifatius-Kirche. Der Gemeindekirchenratsvorsitzende des Kirchspiels Ackendorf/Rottmersleben, Hans-Eike Weitz, konnte am Donnerstag aus den Händen von Maren Sieb, Geschäftsführerin von Lotto Sachsen-Anhalt, und der Lotto-Beiratsvorsitzenden Gabriele Brakebusch einen Scheck in Höhe von 33000 Euro entgegennehmen. "Wir haben lange gebetet und gehofft und mehrere Anläufe gebraucht, aber nun bringt uns das Geld schon ein ganzes Stück weiter", erklärte er.

Das Geld wird in die Instandsetzung des Daches investiert. Diese war unbedingt notwendig, um einen wertvollen Schatz - nämlich die einzigartigen Wandmalereien im Inneren der Kirche - zu schützen. Der Dachstuhl war stark durchfeuchtet, tierische Schädlinge und Pilze haben sich bereits ausgebreitet.

Für Lotto Sachsen-Anhalt war diese Übergabe von Fördermitteln auch etwas Besonderes. Die Ackendorfer Bonifatius-Kirche ist das 1400. Kirchenprojekt das gefördert wird. "Lotto hat somit Anteil an jeder zweiten Kirche im Land Sachsen-Anhalt", betonte Maren Sieb. Lotto helfe gern, damit die Kirche im Dorf bleibt. Seit 1991 hat Lotto Sachsen-Anhalt die kirchliche Denkmalpflege mit insgesamt 39,2 Millionen Euro, die aus einem festen Teil der Spieleinnahmen stammen, unterstützt.

Das hörte auch Pfarrer Thomas Wolter gern, denn seiner Meinung nach sind die Kirchen ein Schatz unabhängig von Glaubensfragen. "Sie sind die Seele des Dorfes", unterstrich er und freute sich, dass besonders die Ackendorfer Kirche auch lebt und stetig genutzt wird. Schon am 2. Mai werden hier vier junge Menschen konfirmiert und auch zwei Hochzeiten sollen in dem Gotteshaus in diesem Jahr noch stattfinden.

Und in Ackendorf haben die Kirchengemeindemitglieder künftig noch viel vor. So soll hier im alten Pfarrhaus unter anderem ein Fresken-Informationszentrum, das Interessierten die Wandmalereien in Kirchen näherbringt, entstehen.