Eine Matschstraße entsteht auf dem naturnahen Spielplatz der Rätzlinger Kindertagesstätte. Väter und Opas sowie Erzieherinnen haben am Sonnabend bei einem Arbeitseinsatz mit angepackt.

Rätzlingen l Was gibt es Schöneres für Kinder, als mit Wasser zu spielen und im Sand zu matschen? Auf spielerische Weise können die Mädchen und Jungen sich eigenständig und vielfältig dem Element Wasser nähern und viel Spaß dabei haben. "Natur und Umwelt ist der Hauptschwerpunkt unserer Tagesstätte. Da passt eine Matschstraße wunderbar. Wir wollen weg von diesen vorgefertigten Spielgeräten, damit die Kinder beim Spielen noch ihren Geist anstrengen müssen", erklärte Doreen Pätz, Leiterin der Rätzlinger Tagesstätte "Drömlingsspatzen".

Am Sonnabend krempelten Väter und Großväter ihre Ärmel hoch. "Wir wollen die Matschstraße mit Natursteinen anlegen, damit das Wasser direkt in den Sand laufen kann. So können die Kinder ihre eigenen Wasserstraßen bauen", beschrieb die Kita-Leiterin. Im vergangenen Jahr hatte es bereits einen Arbeitseinsatz gegeben, bei dem ein Wasseranschluss gelegt und eine Pumpe installiert wurde.

Nun wurde der Bachlauf geschaufelt, betoniert und gepflastert. "Der Beton für den Bau wird auf dem Hof der Familie Wietig gemacht", erklärte die Kita-Chefin. Neben dem Bauunternehmer Edwin Wietig, der als mehrfacher Großvater im Einsatz war, packten auch Ramon Liedel, Falko Behrens, Jan Heitler, Tobias Busse, Herrmann Böttcher und Christian Herrmann mit an. Darüber hinaus war auch das Team der Erzieherinnen im Einsatz. Doreen Pätz, Antje Müller, Katrin Behrens, Isabell Zauske, Susann Grupe, Ina Kühnel und Marga Mally bewirteten nicht nur die fleißigen Helfer, sondern die Frauen wirbelten auch beim Frühjahrsputz.

Auf ganz unterschiedliche Weise können die Kinder später auf der Matschstrecke mit dem Element Wasser hantieren, matschen und experimentieren. Sobald das Wetter schön ist, kann es mit dem Matschspaß losgehen. Gummistiefel und Regenhosen gehören sowieso schon zur Grundausstattung der "Drömlingsspatzen". Im Sommer wird natürlich barfuß gematscht.

Die Matschstraße ergänzt die Spielmöglichkeiten, denn auf dem Areal gibt es bereits einen Bauwagen mit Utensilien, mit denen die Kinder ganz nach ihrer Fantasie als Bauarbeiter in Aktion sein können. Außerdem gibt es eine Tunnelröhre, die ebenfalls mit den Eltern geschaffen wurde. Ideen hat das Team der Erzieherinnen noch viele, die Stück für Stück umgesetzt werden.

Aber auch für die echten Handwerker gibt es am Kita-Gebäude noch viel zu tun. Während der Anbau für den Krippen-Bereich bereits fertig ist und auch die Akustikdecken in den Gruppenräumen installiert wurde, muss dringend das Dach vom alten Gebäude saniert werden. Dieses Projekt steht bereits oben auf der Prioritätenliste der Stadt Oebisfelde-Weferlingen. Groß ist die Hoffnung des Rätzlinger Ortsbürgermeisters Wilhelm Behrens (Aktive WG Sport) und der Kita-Leiterin, dass es eine Förderung durch das Stark-III-Programm gibt.

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