Hundisburg (jk) l Keinen ruhigen Sonnabend konnten die Mitglieder der Feuerwehren Hundisburg und Wedringen verbringen. Sie wurden gegen 16.30 Uhr aus ihrem Wochenende gerissen, als in beiden Orten die Alarmsirenen zeitgleich ertönten. "Die Kameraden wurden zu einer realistischen Einsatzübung nach Hundisburg gerufen", erklärte Hundisburgs Ortswehrleiter, Hauptbrandmeister Frank Keitel.

Als Einsatzszenarium wurde vorgegeben, dass in einem Nebengebäude des Schlosses Hundisburg ein Feuer ausgebrochen war und mehrere dort wohnende Gäste im Gebäude vermisst wurden. "Die Ortsfeuerwehr Hundisburg war zuerst an der Einsatzstelle und nahm mit Hilfe des Löschwassertank auf ihrem neuen Feuerwehrfahrzeug TSF-W den ersten Rettungseinsatz mit gleichzeitiger Brandbekämpfung vor. Die weitere Wasserversorgung übernahm die nachrückende Ortsfeuerwehr Wedringen aus dem Hydrantennetz und einer sogenanten langen Wegestrecke zum Fahrzeug der Hundisburger", berichtete Keitel, der die Übung leitete.

Auch die Atemschutzgeräteträger der Wehren kamen zum Einsatz, um die vermissten Personen aus dem stark mit Disconebel verqualmten Gebäude zu retten. "Ein Kamerad sagte, es habe null Sicht und keinerlei Orientierung gegeben - wie bei einem richtigen Brand", so Keitel weiter.

Er war mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Übung zufrieden und lobte die gute Zusammenarbeit beider Ortswehren. "Bei einem realistischen Brand käme noch die Haldensleber Schwerpunktwehr hinzu. Damit ist ein noch effektiverer Einsatz der Feuerwehren möglich", fügte er hinzu und bedankte sich bei den Akteuren, vor allem bei den Statisten aus der benachbarten Jugendfeuerwehr aus Rottmersleben.